Das richtige Handwerkszeug

Das Angebot an Grillgeräten ist vielfältig. Generell lassen sich Griller nach der Energiequelle (Kohle, Gas, Strom) unterscheiden. Hierzulande wird mit Abstand am liebsten mit dem Holzkohlengrill gewerkt. Wie kein anderer vermittelt er die typische Lagerfeuer-Romantik. Ein weiterer Vorteil ist der meist günstige Anschaffungspreis. Immer beliebter wird auch der bequeme Gasgriller, der auch mit präziser Temperatursteuerung besticht, während die Verwendung von Elektrogrillern eher rückläufig ist.

Achten Sie beim Kauf eines Grillers unbedingt auf einen standfesten und stabilen Aufbau. Der Rost sollte mindestens 50 cm Durchmesser haben, die Bodenwanne ausreichend tief sein, um Brennstoff für zwei bis drei Stunden aufnehmen zu können. Zur Regulierung der Hitze sollte der Griller im Idealfall über einen höhenverstellbaren Rost verfügen.
Auch braucht ein Grill unbedingt einen Windschutz, der möglichst weit um das Glutbecken herumreicht. Sehr universell einsetzbar ist ein Grillgerät mit Deckel. Mit einem Deckel haben Sie die perfekte Kontrolle über die Hitzeentfaltung und Sie können Ihren Grill im Barbecue-Stil wie einen Backofen einsetzen.
Aber auch vor Wind und Wetter schützt der Deckel Ihr kostbares Grillgut. Achten Sie auch auf einen guten Grillrost, der sich leicht reinigen lässt und dem Rost widerstehen kann. Alle Handgriffe sollten handwarm bleiben und wetterfest sein.

Die richtige Kleidung
Wer sich einmal die Finger verbrannt hat, der vergisst sie nie mehr: die Handschuhe. Immerhin liegt die Temperatur von glühender Holzkohle bei 800°C, die Oberseite des Grillgutes weist immer noch 130°C bis 180°C auf! Eine Grillschürze schützt Ihre Kleidung (und auch das „Darunter“!). Aber sie sollte nicht aus synthetischen Materialien bestehen, deren Fasern im Brandfall in Sekundenbruchteilen mit dem Untergrund verschmelzen. Und auch wenn Sie kein Baseball-Fan sein sollten: Eine Kopfbedeckung schützt Haupt und Haar vor herumwirbelnden Glutpartikeln (und nicht zuletzt auch vor der Sonne!).

Zum Arbeiten
Schaffen Sie sich am besten eine brauchbare, große Arbeitsfläche, etwa ein Tranchierbrett, an. Ein dazu passendes Tranchierbesteck erleichtert das fachgerechte Zerlegen und Portionieren.

Grillzange
Sie sollte aus solidem Material und möglichst langstielig sein. Beim Hantieren mit dem Fleisch ist der Grillzange unbedingt der Vorzug vor der Grillgabel zu geben, da man mit dieser Gefahr läuft, ins Grillgut zu stechen und so Fett und Saft zum Austreten zu bringen. Die Folge: trockenes Fleisch und die Entwicklung von Schadstoffen.

Grillpinsel

Einen Pinsel brauchen Sie, um das Grillgut mit Öl oder Marinaden zu bestreichen. Die Borsten sollten aus Naturhaar oder Silikon bestehen, denn nur diese schmelzen in der Hitze nicht.

Alufolie
Sie brauchen die Alufolie, um sensibles Grillgut wie etwa Fisch oder Gemüse – eventuell auch nur teilweise – vor dem Verbrennen zu bewahren. Nach dem Grillen soll das Fleisch noch etwas rasten: einfach mit Alufolie abdecken, so hält es die Wärme.

Brennmaterial
Abgesehen vom Grillen mit Holz und Gas unterscheidet man beim Brennmaterial zwischen Holzkohle und Holzkohlebriketts. Briketts haben in der Regel einen höheren Heizwert als herkömmliche Grillkohle. Die Briketts sind gleich groß, fallen somit nicht durch den Kohlerost und verursachen weniger Asche. Außerdem strahlen sie eine sehr gleichmäßige und länger anhaltende Hitze ab – die Gefahr von Hitzeherden, die für verbrannte Stellen verantwortlich sind, wird vermieden. Andererseits ist die Brenndauer oft einfach zu lange für ein paar Würstchen.

Fleischthermometer

Wer es wirklich wissen will, der braucht es. Bei größeren Bratenstücken gibt es zuverlässig an, wann der optimale Garzeitpunkt erreicht ist.

Warmhalte-Rost
Entweder eine Stahlplatte oder ein Rost, die seitlich über den Grillrost geschoben werden. Großartig zum Grillen von Gemüse oder Aufbacken von Brot und zum Rastenlassen Ihres Grillguts.

Holzkohlenhalter
Halten die Briketts oder Grillkohle zum indirekten Grillen an den Seiten des Grillkessels. Am besten sind hier Becken geeignet, die zur Form Ihres Grillers passen.

Klapp-Grillrost
Aufklappbare Seitenteile erlauben das einfache Nachlegen von vorgeglühten Holzkohlebriketts beim indirekten Grillen.

Profi-Tipp

Denken Sie schon bei der Anschaffung an die Zukunft Ihrer „Grill-Karriere“ und kaufen Sie kein zu kleines Gerät mit nur wenigen Erweiterungsmöglichkeiten. Wenn Sie erst einmal mit dem Grillen begonnen haben, werden Sie sich vor lauter Gästen gar nicht mehr retten können. Und um mehrere Temperaturzonen auf dem Rost schaffen zu können, brauchen Sie ebenfalls Platz.

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