Bananaroma

Wir wissen ja, dass man am Griller weitaus mehr zubereiten kann als Würstel, Koteletts und Hendlhax'n. Desserts zum Beispiel. Und hier ganz besonders solche mit Obst.

Der Tipp kam von Barbecue-Weltmeister Adi Matzek. So besorgten wir uns also mehrere noch feste, jedoch sehr wohl reife Bananen, steckten sie im Fünferpack auf je zwei ca. 20 Zentimeter lange Metallgrillspieße und warfen unseren Kugelgrill an – indirekt mit reichlich Holzkohlenbriketts befeuert.
Dann ging’s ans Präparieren der Bananen. Mit einem spitzen Messer schnitten wir an der Krümmungsinnenseite, die ja nach dem Aufspießen nach oben schauen sollte, jede einzelne Banane der Länge nach auf. Und zwar so, dass nicht nur die Schale, sondern auch das Fruchtfleisch rund einen Zentimeter tief betroffen war. In diesen Schlitz drückten wir dann – optisch wie einen Hahnenkamm aussehen lassend – Schokoladestückchen hinein. Darüber streuten wir – ja, durchaus großzügig – Kristallzucker (noch besser: braunen Zucker) und gossen reichlich Bourbon darüber. (Es ist irgendwie ohnehin logisch, aber ich erwähne es dennoch an dieser Stelle: Sollten Kinder an diesem nicht alltäglichen Genuss teilhaben, lassen Sie bei deren Bananen bitte den Alkohol ganz einfach weg oder ersetzen Sie ihn durch Fruchtsaft.)

Auf’s Finish kommt es an.
Wenn die Briketts dann schön weiß und quasi „am Punkt“ sind, ab mit dem Bananen-Package in die Mitte des Grillrosts! Deckel drauf und warten. Sie brauchen hiezu eigentlich weder Thermometer noch Uhr, schauen Sie einfach nach einigen Minuten nach, denn fertig sind die Bananen dann, wenn die Schale rundum schwarz geworden und sich die mittlerweile geschmolzene Schokolade mehr oder weniger in den Schnitt zurückgezogen und verteilt hat.
In Sachen Finish haben Sie jetzt eine Fülle von Möglichkeiten: Entweder Sie genießen die Grilled Bananas so wie sie vom Griller kommen, oder Sie setzen ihnen noch eines oben drauf – ein Schlagobershauberl, Mandelsplitter, Schokostreusel, oder was immer Sie wollen. Sie können aber auch noch einmal eine kleine Zuckerstreuung vornehmen, das gute Stück wieder mit Bourbon begießen und flambieren. Dann die Schale runter und genießen!

PROFITIPP

Sie können selbstverständlich anstatt des Bourbons auch andere Alkoholika nehmen. Die Rumvariante ist zum Beispiel eine mindestens ebenso köstliche. Aber gönnen Sie sich bitte einen echten Rum, die Banane wird es Ihnen danken.