Grillpedia

 

Salzburger Grillnockerl

Mit Verblüffungsgarantie. Desserts am Griller zu produzieren ist für die einen höhere Grillschule und für die anderen schlicht und ergreifend nur verrückt. Wir meinen: Ja, das stimmt!

Jedenfalls haben wir nach Panettone und Soufflés diesmal Salzburger (Grill-)Nockerl probiert. Und eines gleich vorweg: Die Atmosphäre in einem ordentlichen Kugelgrill bekommt Überbackenem und Souffliertem tatsächlich definitiv besser als jene in normalen Haushalts-Backrohren. Diese Behauptung stellen wir jetzt einmal so in den Raum, zumal uns dies bereits bei unseren Versuchen mit Panettone im Blumentopf sowie bei diversen Soufflés auffallend ins Auge gestochen ist. Die Salzburger Nockerl vom Grill haben uns dann endgültig davon überzeugt: Alles, was aufgehen soll, wird im Kugelgrill einfach perfekt. Und was das zusätzlich Angenehme dabei ist: Sie brauchen hiezu nicht einmal die Rezepturen verändern.
Wichtig ist indirektes Grillen, eine Temperatur zwischen 220 und 240 Grad Celsius, saubere Gefäße und die Disziplin, den Deckel erst nach fünf Minuten abzunehmen, also nicht im Minutentakt nachzuschauen.

So wirds gemacht ...

Für alle, die das Rezept für Salzburger Nockerl jetzt nicht griffbereit haben, es aber spontan im Kugelgriller ausprobieren möchten, bitte sehr, hier das Originalrezept aus dem Sacher Kochbuch:

Für vier Personen schlagen Sie 10 Eiklar zu steifem Schnee, schlagen nach und nach 60 Gramm Kristallzucker ein, geben 6 Eidotter dazu, etwas Vanillezucker, etwas geriebene Zitronenschale und 40 Gramm Mehl. Wichtig dabei ist, dass Sie so wenig wie möglich rühren, sodass die Dotterstreifen in der Masse noch sichtbar bleiben. Daraus formen Sie nun – ganz nach Belieben – mit der Teigkarte mehrere pyramidenartige Nocken und geben diese – je nachdem – in eine oder mehrere flache, feuerfeste, bebutterte und mit 20 Gramm Zucker ausgestreute Glas- oder Porzellanschüsseln. Fünf Minuten in den Griller damit und vor dem Servieren ein Achtel Liter Milch mit Vanillezucker verrühren, in die Schüssel(n) gießen und rund drei Minuten weitergrillen.
Wichtig: Die Salzburger (Grill-)Nockerl sollen nicht ganz durchgebacken/-gegrillt und innen noch cremig sein. Mit Staubzucker bestreuen und servieren. Bitte sofort verzehren, denn sobald die Nockerl auskühlen, fallen Sie zusammen.

Profitipp

Nehmen Sie statt einer großen Auflaufform eher zwei, drei kleine für die selbe Menge. Und: Verwenden Sie einen Holzkohlengrill – das Aroma ist einfach intensiver.