Zum Eintauchen

Schokobrunnen und Schokofondue kennt man ja. Mit einem Schoko-Barbecue folgt man diesem erfolgreichen Prinzip und serviert im Handumdrehen ein effektvolles Grilldessert.

Die wichtigsten Utensilien dafür sind zwei unterschiedlich große Alu-Tassen. In der größeren ist schlichtes Wasser, in dem die kleinere Tasse badet, die zum Schmelzen der Schokolade dient. Am besten „entkoppelt“ man diese Alutassen thermisch mit zwei Holzstäbchen (wir nehmen Chopsticks). Denn wenn das Alublech direkt die Hitze des Grills weitergibt, kann die Schokolade, der ja schon 36 Grad zum Schmelzen reichen, verbrennen. Gänzlich auf das Wasserbad verzichten können Sie natürlich, wenn in Ihrem Grillgerät nur mehr die milde Restwärme der verglühten Holzkohle vorhanden ist.

Schmelzen Sie wahlweise Kuvertüre oder Tafelschokolade, vielleicht sogar Ihre Restbestände an Osterhasen und Weihnachtsmännern. Mischen Sie dabei ruhig auch weiße mit dunkler Schokolade – das macht sich hübsch und gibt auch geschmacklich interessante Effekte. Damit die Schokoladenschmelze schön glänzt und länger flüssig bleibt, fügt man ihr bei Bedarf etwas Milch, Butter oder Schlagobers hinzu. Geschmacklich variieren lässt sie sich außerdem noch mit einem Schuss Rum, Orangenlikör oder auch ein wenig frischem Chili – all das jedoch freilich nur, wenn keine kleinen Kinder mitessen.

Ausgewählt.
Frische, geschmacksintensive Erdbeeren aus Österreich sind wohl die Fixstarter bei diesem Dessert, denn sie harmonieren ganz besonders gut mit den schokoladigen Aromen und sind den ganzen Sommer in Hülle und Fülle verfügbar. Aber auch Apfel, Banane und Birne eignen sich hervorragend für die schokoladige Tauchstation. Bei ihnen muss lediglich darauf geachtet werden, dass sie aufgeschnitten schnell braun werden und dadurch unappetitlich aussehen. Mit etwas gezuckertem Zitronensaft bepinselt lässt sich die unansehnliche Oxidation jedoch zuverlässig verhindern. Für einen exotischen Einschlag empfehlen sich Kumquat, Mangos, Physalis oder die besonders schöne Sternfrucht. Sehr hübsch sehen auch rund ausgestochene Honig- oder Zuckermelonen aus. Wichtig ist alleine: Alle Früchte sollten gut gekühlt sein und einen festen Biss haben, denn gerade das Gegenspiel von heiß und kalt sowie zartschmelzend und knackig macht ein wirklich gelungenes Schoko-Barbecue aus.

Aufgespießt. Für den besonderen Effekt und damit die Früchte nicht in der Schokolade verlustigt gehen, stattet man die Gäste mit Fondue-Gäbelchen oder auch Holzspießchen aus und zur Sicherheit noch mit reichlich Servietten.