Tests & Tipps

 

Street Food****

Imbissig. Dieses neue Hardcover zum Thema "Streetfood" mit dem Untertitel "so schmeckt die Welt" ist leider oft nicht authentisch genug, um diesen Anspruch wirklich zu erfüllen. Dafür aber sind die Rezepte auf mitteleuropäische Kochgelegenheiten zugeschnitten und die Zutaten auch für normal Nahversorgte ohne weiteres aufzutreiben, um bei der nächsten Stehparty mit internationalem Fingerfood Eindruck zu schinden. Mit knapp 15,- Euro für rund 140 Seiten ist das schmale Hardcover kein Schnäppchen, aber durchaus fair im Tarif.   

Watersmoker*****

Hochformat. Auf knapp 160 großformatigen Seiten widmet sich Karsten Ted Aschenbrandt ausschließlich der praktischen Spezies der Water- smoker, die sich aufgrund ihres geringen Platz- und Budgetbedarfs steigender Beliebtheit erfreuen. Die Stärken dieses Buches um knapp 30,- Euro sind einerseits der profunde Praxishintergrund des Autors und andererseits die systematisch gelungene Struktur, mit welcher der Watersmoker-Neuling im ersten Drittel des Buches in die Materie eingeführt wird. Dem folgen klassische BBQ-Rezepte, die man zwar vielleicht großteils bereits kennt, die hier aber mit genauen Temperatur- und Garzeitangaben auf die spezifische Gerätschaft abgestimmt wurden. Eine wirklich empfehlenswerte Einstiegshilfe fürs vertikale BBQ.

Das große Specktakel****

Bauchgefühle. Dieses großformatige Hardcover mit 160 Seiten um 30,- Euro ist in erster Linie eine Sammlung von Rezepten - natürlich mit Schweinespeck. Und gut detaillierten Angaben zu Zutaten, Garzeiten und Temperaturen sowie etwas düster lithographierten ganzseitigen Aufnahmen. Ein "Specklexikon" - also Informatives über Speck - ist leider ohne ersichtliche Logik zwischen den Rezeptseiten verteilt, was die systematische Erschließung des Themas erschwert, die auch nicht sehr ausführlich ausfällt. Da hätten wir uns um diesen Tarif doch etwas mehr erwartet.
GrillZeit 3/2015 

Grillen - das Buch****

Starthilfe. Was die deutsche Lebensmittelkette Edeka da um 15,- Euro per Amazon an Grillbuch bietet, ist schwer in Ordnung. Gute Fotos, interessante Rezepte und eine übersichtliche Struktur. Auch wenn in diesem Preissegment doch noch Besseres und vor allem Informativeres für Einsteiger am Buchmarkt ist, gefällt dieses Buch durchaus mit seinen Blätterqualitäten. Es macht Appetit aufs Grillen, ermutigt zu originellen Zutaten und ist damit allemal eine Bereicherung für die Bibliothek.
GrillZeit 3/2015 

Whole Beast Butchery*****

Amerikönner. Ryan Farr, Küchenchef und Metzger aus San Francisco, gibt in diesem Leitfaden für nordamerikanische Fleischzuschnitte Bild für Bild sein Zerlegungs-Know-how in Sachen Beef, Lamb and Pork an die interessierte Leserschaft weiter. Dass der Text nur auf Englisch verfügbar ist, stört auch weniger Anglophile kaum, denn wer sich bei den Teilstücken auskennt, dem sagt hier ein Bild mehr als tausend Worte. Damit ist auch schon die Zielgruppe für dieses rund 240 Seiten starke Fachbuch definiert: Auskenner - vom Metzger bis zum Küchenchef, vom Grillprofi bis zum Pitmaster - die authentische Informationen zu den richtigen Schnitten im US-Style suchen.
GrillZeit 3/2015

Fermentation****

Haubensauer. Dieses 69,- Euro teure Großformat von Heiko Antoniewicz ist etwas für Vollprofis und ambitionierte Gastrosexuelle - sowie für all jene begeisterten Voyeure der Haubenküchen, die selbst nie Gefahr laufen, das Gelesene in die Praxis umsetzen zu wollen. Denn wenn schon ein eher schlichtes Rezept u.a. nach Xanthanwasser, Vogelmiere, Murry River-Salz und Violettgläsern verlangt, wird die Beschaffung für den durchschnittlichen Fermentationslehrling zur nahezu unüberwindbaren Hürde. Die erreichbaren Basics der Säuerung sind hier eigentlich nur flüchtig Thema, der Inhalt besteht großteils aus toll fotografierten Details und überaus aufwendigen Rezepten, die Kreativität sowie Kompetenz ihres Schöpfers ins rechte Licht stellen. Das Publikum applaudiert innerlich und lässt es dann lieber schön bleiben.
GrillZeit 3/2015

Das große Buch vom Fisch****

Demokratisiert. Die Fachbuchreihe "Das große Buch vom..." des Teubner-Verlags beeindruckt durch schiere Größe, das Gewicht der einzelnen Schmöker und einen stolzen Preis von knapp 70,- Euro pro Band. Für Normalverdiener sehr erfreulich ist da die überarbeitete Neuauflage dieser Reihe, die unter dem Motto "Sonderleistung" die nahezu identen Inhalte nun um 29,90 offeriert. Und da gibt's jeweils viel Warenkunde ums Geld, wie wir uns anhand der Bände "Fleisch" und "Fisch" überzeugt haben. Nicht alles ganz hypermodern natürlich, aber erfreulich komplett und detailliert. Ein guter Grund, um sich eine hübsche Sammlung anzulegen.
GrillZeit 3/2015

Hot Dogs***

Hundemüde. Auf dem 176-Seiten Hardcover "Hot Dogs" von Russel van Kraayenburg um knapp 20,- Euro hat man die Wahl zwischen den beiden banalen Untertiteln "Mehr als Wurst und Brot", sowie "around the world". Das trifft dann auch den Einstieg dieses Werks, das auf 25 Seiten Intro wenig in die Tiefe reicht, sondern eher Oberflächliches breit auswalzt. Dann beginnen gottlob die Rezepte, die bei entsprechender Auslese durchaus Klassiker und Brauchbares beinhalten, aber auch allzu bemüht Originelles wie etwa Hot Dogs mit Blattgold. Und dann ab Seite 130 wird es noch einmal richtig spannend, weil von dort weg nämlich Brötchen, Würste und Saucen selbst hergestellt werden. 
GrillZeit 3/2015

Der Keramik Grill****

Ei-Book. Den Inhabern von großen grünen, schwarzen oder sonstwelchen Keramik-Grilleiern beliebigen Formats ist dieses 160 Seiten starke Buch aus dem Heel-Verlag gewidmet, das sich vorab detailliert und kompetent auf über 60 Seiten mit den Tücken, Eigenheiten und Stärken dieser effektiven, aber doch recht speziellen Geräte beschäftigt. Auf Seite 64 startet dann der Rezeptteil - ebenso informativ speziell für den Keramikgrill angelegt und fotografiert. Unserer Meinung nach ist dieses Buch um rund € 30,- ein Muss für alle Kamado-Fans und eine gute Vorbereitung für den Einstieg in diese interessante Grillmethode.
GrillZeit 2/2015

Feuer und Flamme****

Einstiegsoffert. Der Untertitel "Das große American Barbecue Buch" dieses rund 220 Seiten starken Hardcovers ist irreführend, denn der Inhalt beschränkt sich keineswegs auf "low & slow" (also BBQ), sondern umfasst die Klassiker der internationalen Grillküche, die hier aus dem Englischen übersetzt und mit deutschen Teilstück-Zuschnitten unterlegt wurden. Diese Rezepte sind zwar gut beschrieben, aber meist nicht gerade neu. Fotografie wie Foodstyling sind eher hemdsärmelig, die Schriften auf den mitunter sehr dunklen Untergründen oft ausgesprochen schlecht leserlich. Dafür ist der recht gewichtige Schmöker mit € 9,99 wirklich billig und für all jene, die noch keine Grill-Bibliothek besitzen, ein günstiger Einstieg.
GrillZeit 2/2015

Saucen, Rubs und Marinaden****

Neues Testament. Es wird aber auch Zeit, dass dieser Band der „Barbecue Bible“ aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wurde. BBQ-Papst Steven Raichlen ist nämlich nicht nur jenseits des großen Teiches eine Autorität in Sachen authentischer Rezepturen und steht bei vielen BBQ-Fans schon im englischen Original in der Bibliothek.
Wie auch im englischen Original ist das mehr als 330 Seiten starke Buch sehr text- und damit informationslastig, dafür enthält es gezählte 222 Rezepte zweifelsfreier Qualität. Und damit ist es uns trotz bescheidener Fotografie auch auf Deutsch 5 leuchtende Sterne wert. Gesehen um knapp € 30,-.
GrillZeit 2/2015

Desserts vom Grill*****

Nachtisch-Bibel. Zwei Vollprofis der Feuerküche sind die Autoren dieses Buches, das die Latte für andere Projekte dieser Art recht hoch legt. Denn was Gerhard Volk, Chefcoach der Weber Grillakademie und Bernd Siefert, Top-Patissier und passionierter Grillsportler, hier abliefern, ist kulinarische Oberliga. Die Rezepte sind gut fotografiert, aber vor allem inhaltlich perfekt und wirklich kompetent. Grillmethode, -temperaturen und Garzeiten werden ebenso angegeben wie wichtige Details bei der Zubereitung. Und letztendlich sind auch die Rezeptideen selbst oft brilliant. Auch für uns eine echte Inspiration, die wir sicher künftig das eine oder andere Mal für die GrillZeit aufgreifen werden. Gesehen um € 24,90.
GrillZeit 2/2015

Best Burger at Home**

Kleinformat. Kaum größer als ein CD-Album ist dieses Hardcover-Büchlein aus dem Fackelträger-Verlag mit 64 Seiten, die zum Großteil recht eingedeutschten Burger-Rezepten ge- widmet sind. Die dementsprechend wenig mit dem zu tun haben, was unsereiner unter dem Thema versteht. So ist in vielen Patties Semmelmasse im Frikadellen-Stil zu finden, andere wiederum kombinieren todesmutig um Originalität bemüht Elemente der Weltküche mit Fleisch-, Wild- oder Fischlaibchen. Gut ist die Strukturierung der Rezepte, weniger attraktiv die Druckqualität der an sich hübsch fotografierten Burger. Der Preis von knapp € 10,- ist gemessen an Gewicht und Inhalt eher ambitioniert.
GrillZeit 2/2015

Fleisch! + Fisch&Co!*****

Frankophiles Duo. Der Ullmann-Verlag hat zwei weitere Bücher des französischen Autorenduos Valery Drouet & Pierre-Louis auf den deutschsprachigen Kochbuchmarkt gebracht, die zumindest teilweise auch interessante Rezepte für den Grill bergen. Zwar sind die Angaben zu den Garmethoden und Temperaturverläufen eher rudimentär, Geübte werden jedoch den oft sehr französischen Rezepten und Garmethoden wertvolle Anregungen für ihre Grillpraxis entnehmen können. Und auch die Fotografie der beiden rund 140 Seiten starken Hardcover um günstige € 10,- pro Buch ist modern und sehr ansprechend.
GrillZeit 2/2015

Grillen - Meisterstücke für Männer*****

Männerkenner. Die Zeitschrift Beef! hat heuer ein Buch zum Thema Grillen auf den Markt gebracht, dessen Stärken u.a. bei den detailreichen und gut recherchierten Informationen liegen. Sei es zu den Grundlagen der Feuerküche wie auch beim Geräte- und Warenkundlichen, das vielleicht etwas unübersichtlich auch oft mitten im umfassenden Rezeptteil untergebracht ist.
Die Rezepte selbst sind - wie von Beef gewohnt - maskulin mit erfrischenden Perspektiven fotografiert und bieten viel Originelles und Neues. Die Temperaturangaben beschränken sich zwar auf eine Klassifizierung in 4 Grillmethoden, reichen aber dem geübten Griller zur Orientierung. Mit knapp € 40,- ist das ca. 260 Seiten starke Hardcover zwar nicht gerade billig, aber jeden Euro wert.
GrillZeit 2/2015

Better Burger****

Burgerinitiative. Auch dieser Burger-Spezialist bietet neben den Klassikern des Genres etliche Neuinterpretationen, Variationen und Neukreationen, aber durchaus mit Qualität und ergänzt mit Rezepten für Beilagen, Saucen und Salate – und für sehr interessante Kuchen. Auch das Layout ist wirklich ansprechend, die Fotografie appetitlich und authentisch. Ein wirklich gelungenes und empfehlenswertes Burger-Buch also, mit rund 160 Seiten im Softcover um € 17,50.
GrillZeit 2/2015

 

 

Echt grillen***

Aufguss. Die mehr als 100 Rezepte auf den 184 Seiten des Hardcovers sind meist nicht eben innovativ und eher als konservative Sammlung aus bewährten Quellen angelegt. Auch ist dem Buch anzumerken, dass seine Gene in Wahrheit nicht beim Grillen, sondern in der Küche liegen. Denn die Angaben zu Grillmethode und Temperaturen fehlen weitgehend, auch spezielle Tipps sucht man vergeblich. Dass der Autor hauptberuflich als Foodstylist tätig ist, wie dem Vorwort zu entnehmen ist, hat uns aber dafür überrascht. Denn die Fotos sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht gerade aufregend inszeniert und fotografiert. Dafür ist auch dieses Buch mit knapp € 10,- sehr günstig.
GrillZeit 2/2015

 

Fleisch selbst trocknen*****

1 – 2 – dry. Dem Amerika-Reisenden fällt beim Buchtitel sofort das Indianer-Kraftfutter „Jerkey“ ein, aber Gerd Wolfgang Sievers neuer Leitfaden für Profis und ambitionierte Amateure ist eigentlich weit umfassender angelegt. Vom Pastrami bis zur Salami, von Biltong bis Pemmikan und von der Entenbrust bis zum Schweinefilet reicht das Spektrum der Rezepte von Sievers (dem Autor unserer BBQ-Serie!), die der Stocker-Verlag auf den 152 Seiten des Hardcovers im A5-Format untergebracht hat. Stichwortverzeichnis ist sich da zwar keines ausgegangen, dafür ist aber das Inhaltsverzeichnis sehr übersichtlich angelegt. Die Fotografie ist eher sachlich und knapp, der Inhalt dafür ausführlich, präzise und gut in der Normalo-Küche nachvollziehbar. Viel Know-how also für € 16,90 (gesehen bei Amazon).
GrillZeit 1/2015

Land der Feuer****

Latin Griller. Nach dem famosen „Die sieben Feuer Patagoniens“ erscheint mit „Land der Feuer“ ein weiterer Band des italophilen Argentiniers Francis Mallmann auf Deutsch. Leider bei weitem nicht so Grill-lastig wie das Erstgenannte, aber immer noch sehr originell. Auch wenn es streckenweise anmutet wie ein italienisches Kochbuch, ist es immerhin ein gutes. Und allzu große Präzision bei den Angaben wie Gar- und Kerntemperaturen sollte man sich auch nicht erwarten, sondern eher gute Ideen für das eigene Repertoire. Hier kann man allerdings auf den rund 290 Seiten des Hardcovers aus dem Vollen schöpfen, was den Preis von rund € 30,- mehr als rechtfertigt.
GrillZeit 1/2015

Fleisch***

Schwergewicht. Und noch ein Fleischbuch der neuen Generation. Das von Georg Schweisfurth und Simon Tress verfasste, knapp 400 Seiten dicke Hardcover ist vom Zugang, Fotografie und Layout deutlich fülliger, bodenständiger und schlichter angelegt als das zuletzt besprochene, birgt außerdem – wenn´s ums Grillen und BBQ geht – aber auch einige heftige Schnitzer. So werden beispielsweise für die Garzeit von Spareribs 35 Minuten vorangeschlagen, was in etwa dem Fünftel einer idealen Zubereitungsdauer entspricht. Und in Wahrheit ist dies ja gar kein Fachbuch über Fleisch, sondern vielmehr ein Kochbuch. Denn außer einem sehr persönlichen Intro mit relativ wenig Warenkunde ist der Großteil des Inhalts 220 Rezepten recht unterschiedlicher Art und Qualität gewidmet. Um rund € 50,- Euro im Buchhandel.
GrillZeit 1/2015

Fleisch*****

Haut Cousin. Vom deutschen Bio-Wagyu-Züchter Ludwig Maurer stammt dieses 265 Seiten dicke, 1,7 kg schwere und € 69,90 teure gebundene Großformat über „Fleisch“. Teilstücke wie Rezepte sind sehr gut fotografiert und verschwenderisch inszeniert, wobei auch rare Innereien wie Hahnenkamm, Kuh- euter und Stierhoden ohne Scheu in Cinemascope gezeigt und zubereitet werden. So geht für ein Rezept eben mindestens eine Doppelseite drauf, was der Optik gut tut, der Fülle an Informationen hingegen etwas weniger. Doch was da steht, hat Hand und Fuß – auch wenn der Autor offensichtlich für seine Rezepte den Besitz einer Sous Vide-Wanne bei seiner Leserschaft voraussetzt. Doch mit etwas Phantasie können die wirklich sehr interessanten Rezepte oft für den Grill bzw. Smoker transponiert werden.
GrillZeit 1/2015

Weber´s Hot Dogs****

Würstchen Special. Der Grill-Marktführer ergänzt seine umfangreiche Bibliothek heuer um das sehr spezielle Thema der Hot Dogs, das wir in dieser Ausgabe redaktionell ebenfalls näher vorstellen. Die Informationen und Rezepte aus der Feder von Jamie Purviance sind in gewohnt gut strukturierter und nachvollziehbarer Weise aufbereitet, die Fotografie ist ok. Inhaltlich beschäftigt sich das Softcover auf seinen 145 Seiten um € 14,50 dann aber mehrheitlich nicht mit den klassischen Hot Dogs im Brötchen, sondern ganz allgemein mit Grill- und Kochrezepten rund um das (deutsche) Wurstangebot – bis hin zu Pasta und Pizza mit Wurstbelag.
GrillZeit 1/2015

Der Gastrosexuelle Mann****

Herdhelden. Die Selbstbeschreibung Carsten Ottes ist auch jene einer neuen Gattung Mann, deren natürlicher Lebensraum nicht in der Garage, dem Märklin-Keller oder der gemischten Sauna, sondern in der eigenen Küche zu finden ist. Wo sie einerseits einem Geräte-Fetischismus huldigt, andererseits aber auch zu Höchstleistungen fähig ist.
Das in Leinen gebundene 250 Seiten-Buch kommt gänzlich ohne Abbildungen aus, geizt mit Tipps und Rezepten, ist aber nichtsdestotrotz eine sehr vergnügliche Lektüre für all jene, die sich mit dem Autor zumindest teilweise identifizieren können oder solch ein Exemplar in ihrer Umgebung haben. Um rund € 25,- im Buchhandel.
GrillZeit 1/2015

Nose to Tail*****

Restlos rösten. Der sehr sympathische Ansatz dieses ungewöhnlichen, jedoch sehr populären Kochbuchs von Fergus Henderson, das aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wurde, ist ja jener, Tiere möglichst zur Gänze zu verwerten. Inhalt sind daher viele, oft originelle, aber meist sehr plausibel und appetitlich klingende Rezepte, die wirklich nichts auslassen. Dazwischen gibt es in dem 450 Seiten dicken Hardcover um € 44,- Statements und Stories, sowie umfassende Tipps bis hin zum Einsalzen von Kabeljau und dem Backen von Weißbrot. Man muss daher mit wenigen Bildern auskommen, die das Buch dafür aber originell und sehr passend illustrieren. Die Grill-Relevanz liegt vor allem in etlichen hochinteressanten Schmorgerichten, die einen Versuch im BBQ-Smoker lohnen.
GrillZeit 1/2015

Steaks – Meisterstücke für Männer****

Männer-Manna. Die Zeitschrift „Beef“ ist ein erklärtes Männermagazin – deswegen widmet sie auch ihr neues Buch „Steaks – Meisterstücke für Männer“ ausschließlich dem starken Geschlecht. Und um die Damenwelt auch verlässlich von der Lektüre fernzuhalten, beschäftigen sich die Autoren schon eingangs – sehr blutig in Szene gesetzt – seitenweise mit der Schlachtung. Dem folgen dann jedoch deutlich sanfter sehr komplette, wenn auch nicht unbedingt schlüssige strukturierte Informationen rund ums Thema Rindersteaks. Inklusive Teilstückkunde samt Rezeptteil, die irgendwo in die Mitte der Kapitel platziert wurden. Intro, Rezepttexte und Schriftgröße sind etwas raumgreifend angelegt, was dem Hardcover um rund € 40,- jedoch insgesamt über 250 Seiten einbringt.
GrillZeit 1/2015

Kochen für Angeber****

Chemiekasten. Der Untertitel „Die besten Tricks der Spitzenköche“ dieses 240-seitigen Hardcovers um € 30,- aus dem Stiftung Warentest-Verlag ist etwas irreführend, denn mit ein paar Tricks ist es nicht getan, wenn man die Ratschläge dieses Buches nachvollziehen will. Der Autor Thomas Vilgis schwelgt darin so detailverliebt in den Chemie-lastigen Techniken der Molekularküche und von anderem kulinarischen Imponiergehabe, dass selbst ambitionierten HobbyköchInnen erst Hören und Sehen sowie alsbald auch die Lust am Weiterlesen vergeht. Schon deshalb, weil hier offensichtlich tatsächlich nicht die Maximierung des Genusses, sondern die des Effektes im Vordergrund steht. Dazwischen aber gibt es auch nützliche und effiziente Tipps. Wer also die Geduld aufbringt, sich aus dem Gebotenen die individuellen Rosinen herauszupicken, wird das gut recherchierte Sammelsurium zu schätzen wissen.
GrillZeit 1/2015

Der Kugelgrill ***

Rund-Schau. Ganz auf die grillende Mehrheit der Kugelinhaber zielt dieses Buch des deutschen Grillteams „GutGlut“, das thematisch wenig auslässt und von Sicherheitstipps  bis zur Reinigung der Ge räte reicht. Der Rezeptteil
des üppigen 240 Seiten starken Hardcovers um € 25,- ist ebenfalls sehr umfassend, aber inhaltlich eher von der braven Sorte. Deutsche Grillklassiker überwiegen, die Angaben zu Garzeiten und -temperaturen sind genau und übersichtlich. Auch die Aufmachung ist gut strukturiert, aber nicht sonderlich attraktiv gestaltet. Etwas schade ist es um die Fotos, die ein attraktiveres Layout verdient hätten. Alles in allem guter Durchschnitt.
GrillZeit 3/2014

Grillen **

Kleinformat. Der Untertitel dieses im Juli dieses Jahres erschienen Taschenbuches im A5-Format lautet „Rezepte für Meister am Rost“, und tatsächlich sind viele der Rezepte des deutschen Haubenkochs Thomas Merkle auf den rund 150 Seiten ausgesprochen brauchbar, einige sogar richtig gut. Die Tipps hingegen sind großteils eher etwas aus der Nona-Lade. Und leider sind Typografie, Layout, Fotografie und Druckqualität sogar eher unterirdisch, und auch der Preis des Büchleins ist mit knapp 16 Euro für das Gebotene überzogen. Eine Empfehlung also nur für jene, die über solche Dinge großzügig hinwegsehen und ihre Rezeptsammlung komplettieren wollen.
GrillZeit 3/2014

Into the Wild ****

Abenteuerspielplatz. Wenn Sie einen großen Garten haben, in dem Sie ohne Konflikt mit der Familie und dem Nachbarn Erdgruben ausheben, Lichtungen roden und Bier brauen können, ist diese Sammlung wilder Rezepte und Methoden der Outdoor-Küche genau das Richtige. Wenn nicht, bleiben immerhin die kleinen Abenteuer, wie die Herstellung von Sauerkraut, luftgetrockneten Fleischwaren und frischen Würsten. In jedem Fall aber bietet dieses 170-seitige Softcover um € 22,- viel Lesevergnügen für Menschen, die beim Kochen wie beim Wohnen stets den Drang ins Freie verspüren. Und die Rezepte sind ebenso originell wie verlockend. Ein echter Geschenktipp für Outdoor-Lovers.
GrillZeit 3/2014

Weber’s Wintergrillen ****

Wetterfest. Sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt der neueste Band der inzwischen schon recht umfangreichen Grillbibliothek von Weber, dessen deutsche Ausgaben ja im GU Verlag erscheinen. Und auch der Autor von „Weber’s Wintergrillen“ ist mit Jamie Purviance kein Unbekannter. Der Erfolgsautor hat sich für dieses winterliche Hardcover tatsächlich nur wenig bei seinen anderen zahlreichen Büchern bedient, sondern großteils neue Rezepte entwickelt. Wie immer präzise und detailreich sowie mit appetitlichen Fotos garniert. Schwerpunkt des rund 190 Seiten starken Bandes um  € 20,60 sind natürlich Gerichte, die besonders gut in die Jahreszeit passen. Deswegen findet man in diesem Grillbuch neben allerlei Braten auch einige Eintöpfe und Suppen, die man sonst kaum in einem Grillbuch vermuten würde.
GrillZeit 3/2014

Wild grillen ****

Halali. Der Vorarlberger Grillcoach und Autor Tom Heinzle ist ein glühender Anhänger der Wildbret-Grillerei und sein Hardcover „Wild grillen“, das man um knapp € 25,- u.a. bei Amazon bestellen kann, demgemäß wirklich aus der Praxis gegriffen. Auf 200 Seiten widmet sich Tom dem Thema sehr variantenreich, mitunter recht experimentell, dann wieder klassisch und in jedem Fall ambitioniert. Die von Michael Gunz zeitgemäß und realistisch fotografierten Rezepte bieten dem Leser eine Menge Inspiration und gute – wenn auch knappe – Informationen zu Grillmethoden, Temperaturen und Garzeiten. Da die Anleitungen aber selten über sechs Zeilen hinausgehen und entsprechende Interpretationsspielräume bieten, ist dieser schöne Band letztlich eher etwas für Fortgeschrittene.
GrillZeit 3/2014

Texas BBQ *****

Führungsqualität. Schon vor zwei Jahren haben wir ein Büchlein mit exakt diesem Titel an dieser Stelle besprochen, „Texas BBQ“ von Jonas Cramby, das heuer im Hädecke Verlag erschien, stammt jedoch aus einer gänzlich anderen Liga. Auf knapp 150 großformatigen Seiten um knapp € 28,- informiert der Autor sehr kompetent und nachvollziehbar sowie sympathisch persönlich über jene Dinge, die ein echtes BBQ ausmachen. Das beginnt schon bei der Intro über Geräte und Techniken, hinter denen sehr viel Ahnung steht. Aber auch die fotografisch hervorragend illustrierten Rezepte führen appetitanregend, präzise und detailliert – inkl. Vorbereitung, Temperaturführung und angepeilter Kerntemperatur – durch den gesamten Garvorgang. So wird der Einstieg ins High-Level-BBQ auch für wenig Vorbelastete zur Nummer sicher.
GrillZeit 3/2014

On Fire ****

Otto – das Buch. Mit rund  € 50,- ist „On Fire“ vom Autorentrio Otto, Otto und Jorra (Rezepte) kein Schnäppchen, aber mit über 1,7 Kilogramm auch physikalisch kein Leichtgewicht. Inhaltlich holen die erfolgreichen deutschen Edelfleischvermarkter weit aus und erklären dem Leser auf einigen Seiten das Grillen von der Steinzeit bis zum T-Bone-Steak. Von Letzterem verstehen sie einiges, verkaufen sie doch sonst sündteure, aber erstklassige Ware von Angus bis Kobe und von Duroc bis Ibérico. Und ab Seite 38 (von rund 250) gibt es dann präzise Rezepte. Für Würste, für Steaks, für Burger, Jakobsmuscheln und Geflügel. Immer garniert mit der kompetenten Warenkunde des Hauses Otto und mit den schönen Fotos von Thomas Ruhl. Zielgruppe der Ottos ist – wie beim Fleischsortiment – natürlich eine besonders ambitionierte und kaufkräftige Schicht, die das nötige Kleingeld für den besonderen Rohstoff hat. Sowie für ein Küchenequipment auf Haubenniveau.
GrillZeit 3/2014

Heels großes Grillbuch ****

Schwergewicht. „Heels großes Grillbuch“ von Rudolf  Jaeger ist tatsächlich ein Schwergewicht mit über 500 Seiten an Rezepten, die allesamt aus der Rezeptdatenbank der Online-Plattform „Grillsportverein“ stammen, die Deutschlands größtes Forum zum Thema ist. Sehr mager illustriert, dafür mit etlichen Anzeigenseiten dekoriert, ist der Informationsgehalt dieser Rezeptsammlung meist auf das Wesentliche reduziert, manchmal aber auch detailreich – wohl abhängig von der jeweiligen Quelle. Auch die Qualität der Rezepte ist unterschiedlich.
Der Vorteil dieses mit rund € 25,- recht preiswerten Schmökers gegenüber der Online-Version sind für uns die Struktur und das Papier. Sowie eine gewisse Auswahl, die der Autor hier offensichtlich mit sicherer Hand getroffen hat.
GrillZeit 2/2014

Richtig gute Burger *****

Der Burger-Anwalt. Auf der Suche nach dem optimalen Burger bereiste Jon Widegren die USA, um dann ein Buch ausschließlich über Patties und Buns zu verfassen, das aber gründlich. Und dieser neueste unter den Burger-Spezialtiteln ist tatsächlich einer der besten, die wir je gelesen haben. Reduziert auf das Wesentliche geht Widegren der Sache fokussiert auf den Grund, ohne auf die Mehrheitsfähigkeit der Rezepte zu schielen. Anständige Burger sind eben Burger und keine Faschierten Laberl oder Buletten. Richtig gut. Auch die sehr stimmige Street- und Küchenfotografie übrigens. Gesehen um € 17,-.
GrillZeit 2/2014

Alles Barbecue ***

Sammelalbum. „50 italienische Rezepte mit Pfiff“ ist der Untertitel dieses hübschen, aber vollkommen unpraktischen Kochbuchformates. Und das ist genauso unrichtig wie der Titels selbst, denn weder stammen die gesammelten Rezepte alle aus Italien, noch handelt es sich um BBQ-, sondern um Grillrezepte. Auch Details wie Grillmethoden und -temperaturen kommen kaum zur Sprache, dafür bietet das Buch zwischen seinen gepolsterten Bullaugen-Deckeln einige interessante Rezeptideen. Leider wird auch die Druckqualität den an sich hübschen Fotos nicht ganz gerecht. Der Preis: ca. € 13,-.
GrillZeit 2/2014

Wildes Brot ***

Back-Stage. „Archaisch backen im Freien“ zeigt uns Katharina Bodenstein, Redakteurin der Bio-Gartenzeitschrift „Kraut und Rüben“ auf 144 im Hardcover gebundenen Seiten um € 19,90, inklusive Bauanleitung für einen Lehm-Backofen und vor allem auch vielen Vorschlägen für den  Grill. Irgendwie aber erinnern mich die zweifellos authentischen Fotos der Brotrezepte eher an persönliche eher trocken geratene Fehlversuche als an flockige Holzofen-Erlebnisse mediterraner Natur. Und auch die großteils auf Hefe oder Backpulver als Treibmittel basierenden Grundrezepte der Teige lassen kaum idealtypische Ergebnisse erwarten.
GrillZeit 2/2014

Grill & Chili Saucen ****

Mamas Geheimnisse. Ralf Nowak, der Produzent der „Hot Mamas“ und „Painmaker“-Saucen hat ein Buch geschrieben. Klein zwar nur und 80 Seiten schmal ist „Das Geheimnis der Grill & Chili Saucen“, aber prallvoll mit Rezepten, um sich selbst  mehr oder minder schmerzvolle Saucen zu bereiten. Sogar „Hot Mamas“-Etiketten liegen dem Büchlein bei, mit dem man die Eigenproduktionen dann etikettieren und beschriften darf. Eine gelungene Fibel für Einsteiger in die Scoville-Community. Gesehen um € 9,99 bei Amazon.
GrillZeit 2/2014

Auf heißen Kohlen ***

Gemeinsamer Nenner. Ein schmales Büchlein ganz ohne Bilder, Rezepte oder irgendwelche grilltechnischen Informationen, außer jenen vielleicht zwischen den Zeilen. „Auf heißen Kohlen“ sind ausschließlich „Geschichten vom Grill“ verschiedener Autoren, die hier auf 123 kleinformatigen Seiten zusammengetragen wurden. So unterschiedlich die Herkünfte der Kurzgeschichten sind, so unterschiedlich ist auch deren Stil und Unterhaltungswert. Aufgrund der thematischen Fokussierung hat der kleine Band aber unbestreitbar eine Eignung zum Mitbringsel für Grill-Fixierte. Kostenpunkt bei Amazon € 12,99
GrillZeit 2/2014

Die hohe Schule des Grillens ****

Rummelplatz. Weder dem Buchtitel noch seinem Autor Andreas Rummel kann man mangelndes Selbstbewusstsein nachsagen, dagegen nimmt sich der Preis von  € 19,90 für den 224 Seiten starken Hardcover sehr bescheiden aus. Tatsächlich haben der Thüringer und seine Co-Autoren aber doch einiges übers Grillen und über Lebensmittel zu erzählen und viele bunte, vielleicht etwas zu originelle Rezepte auf Lager, aus denen man sich aber echte Informations-Perlen rauspicken kann – wenn man denn schon Ahnung hat. Denn Rummel setzt bei seiner Leserschaft einiges voraus (z.B. die Möglichkeiten für Gastrotechniken wie Sous vide) und ist dem Einsteiger nur bedingt zu empfehlen. Dafür aber liefert er meist sehr präzise Angaben zu Methoden, Garzeiten und Temperaturverläufe, ganz so wie wir das mögen. Deshalb durchaus eine Empfehlung für Fortgeschrittene.
GrillZeit 2/2014

Helden am Feuer 2 ***

Fortsetzung folgt. Der zweite Band des Softcovers „Helden am Feuer“ mit dem Untertitel „Das Grillbuch von Männern für Männer“ ist so wie der erste – sehr „homemade“. Auf den 130 Seiten im Softcover (um € 19,90) gibt es Informationen und Fotos in der Aufmachung eines privaten Grill-Albums für Freunde aus dem DTP-Programm eines PC. Nicht besonders strukturiert, eigentlich gar nicht ernstlich gelayoutet, aber gerade deswegen irgendwie authentisch und glaubwürdig. Man merkt, dass die Autoren alles tatsächlich selbst probiert haben, was sie uns da vorschlagen und es stecken durchaus etliche neue Dinge zwischen den Standards der Grill-Literatur. Zu beziehen nur unter heldenamfeuer.de.
GrillZeit 2/2014

Ordentlich grillen!***

Chaos de luxe. Ausgerechnet der Titel „Ordentlich grillen!“ wirkt strukturell ein wenig unaufgeräumt, ist aber dafür sehr originell konzipiert und gelayoutet. Das tolle Foodstyling und eine sehr knackige Fotografie trösten über den Umstand hinweg, dass zu Dingen wie Grillmethoden und Temperaturen kaum einmal ein Wort verloren wird. Also in Summe eher ein Mitbringsel für junge Grillparties als ein Nachschlagewerk. Mit € 16,95 für 64 Seiten im Harteinband auch nicht ganz billig.
GrillZeit 1/2014

Weber´s Hot & Spicy.****

Some like it hot. Den Liebhabern einer überdurchschnittlich Capsaicin-affinen Küche hat Jamie Purviance diese 144 Seiten gewidmet und dafür in seinen asiatischen, karibischen und südamerikanischen Erfahrungen, resp. Veröffentlichungen gekramt. Der kunterbunte Rezeptteil bedient mit einer Schärfeskala von 1 bis 10 alle Gusti – von mildem Kick bis zur kollektiven Mutprobe – und erlaubt so ein Herantasten an die individuellen Grenzen der Schärfetoleranz. Die Angaben sind gewohnt präzise, die Fotos von Tim Turner ebenfalls schwer in Ordnung und die Auswahl der Rezepte natürlich dem Thema geschuldet.
GrillZeit 1/2014

Das ultimative Burger Grillbuch***

Burgerlich. Und noch ein preiswertes Buch über Burger (€ 9,99). Diesmal mit ausführlicher Themen-Einleitung und sogar Rezepten für die Buns (alias Semmel). Allerdings sind die Burger-Rezepte dann doch arg eingedeutscht und von der Zusammensetzung eher Bulletten als Hamburger – auch wenn diese ja ursprünglich aus Deutschland stammen. Kreationen wie „Rheinische Burger“ sowie „Burger Mediterran“ erinnerten uns jedenfalls irgendwie an die Rezeptseiten bundesdeutscher Frauenmagazine. Die Fülle der Einfälle birgt allerdings auch die eine oder andere wirklich gute Burger-Idee.
GrillZeit 1/2014

Burger!****

Handlich. Dieses mit € 9,99 verblüffend günstige Hardcover hat einiges zu bieten: Eine Vielzahl an guten Burger-Ideen, ein fesches Layout sowie eine zeitgeistig ins Finstere kippende Food-Fotografie, die unsere Redaktion polarisiert. Die einen finden das neue Schwarz am Essen sehr stylish, die anderen wenig appetitlich. Aber was  wir alle miteinander vermisst haben, sind detaillierte,  warenkundliche Informationen zu den Lebensmitteln sowie über die geeigneten Grillmethoden und Temperaturen. Also eher etwas für die Ideensammlung.
GrillZeit 1/2014

Steaks mit Adi und Adi*****

Inside the Grill. Sie haben sich gefunden - Adi Matzek, der Grillweltmeister und Adi Bittermann, der Haubenkoch mit Grill-Leidenschaft. Ihr neues, über 200 Seiten starkes A4-Hardcover um € 24,90 mit dem weit gegriffenen Thema Steaks vereint das Know-how zweier Könner, die ihr Wissen gerne und detailliert weitergeben. Zu jedem der über 80 Rezepte gibt es die notwendigen Eckdaten wie Grill- und Kerntemperatur, Grilldauer und Grillmethode, so dass die Ergebnisse auch für Einsteiger leicht zu reproduzieren sind. Praxisnah und handfest, wie auch der Fotografie von Herbert Lehmann anzusehen ist, sowie mit einem erfreulichen Schwerpunkt auf der Teilstück- und Fleischkunde.
GrillZeit 1/2014

Rauchzeichen****

Lagerfeier. Der Untertitel „Das Spiel mit dem Feuer“ trifft es genau. Der Inhalt des knapp unter 200 Seiten starken, sehr opulent und gut illustrierten Hardcover-Schmökers um € 29,95 beschreibt den maskulin-spielerischen Umgang mit dem Element – und zwar sehr gut und praxisnah. Man merkt den ausgesprochen brauchbaren Erklärungen Angelo Mentas zu Gerät und Brennstoff sowohl Praxis als auch Leidenschaft an. Ebenso den Rezepten, die auf der Suche nach konsequenter Originalität allerdings manchmal etwas den Boden der Realität unter den Füßen verlieren. Dafür entschädigen jedoch die zahlreichen Inspirationen, die auch Vielgriller hier finden werden.
GrillZeit 1/2014

American Smoker****

Care-Paket. „From the Home of BBQ“ – stammt diese deutsche Ausgabe eines amerikanischen Smoker-Bestsellers aus der Feder von Jeff Phillips. Unprätentiös, aber sehr kompetent informiert er auf den 230 Seiten des Softcovers (€ 24,99 bei Amazon) über jedes Detail zu Smokern und den Dingen, die man damit anstellen kann, über Holzarten, Marinaden etc. – über 50 Seiten sind alleine diesem Thema gewidmet. Dann folgen wirklich authentische, amerikanische BBQ-Rezepte ohne Schnickschnack, aber mit viel Information. Einen halben Stern hat dem hervorragenden Buch lediglich die recht schöne, jedoch etwas sparsame und brave Fotografie gekostet.
GrillZeit 1/2014

Weber´s Classics*****

Neues Testament. Auf den Spuren des famosen Allround-Informanten „Weber´s Grillbibel“ wandelt Jamie Purviance mit dem neuen Hardcover „Weber´s Classics“ auf 336 großformatigen Seiten um wohlfeile € 24,90. Genau so umfassend, komplett und informativ wie dieses „Alte Testament“ werden Einsteiger und Könner auch im „Classics“ gleichermaßen mit den wichtigen Details des Metiers vertraut gemacht. Schritt für Schritt und sehr ansprechend fotografiert. Dazu gibt es bei jedem Rezept präzise Angaben zu Gardauer, Methode, Temperaturverlauf etc. Ganz so, wie man sich das wünscht. Fazit: Hat man dieses Grillbuch, braucht man nicht viele andere.
GrillZeit 1/2014

Love, Grill & Chill***

Durchwachsen. Dieses Großformat des Münchner Starkochs Frank Heppner, das der Gerätehersteller Rösle um € 30,– heuer auf den boomenden Grillbücher-Markt brachte, hinterließ bei uns zwiespältige Gefühle. Denn die 25-seitige Einführung ins Thema ist hübsch aufgemacht, aber eher Layout-orientiert als wirklich informativ. Und fachlicher Unsinn wie „Fleischporen“ lassen Zweifel aufkommen. Auch die Plattitüden über jedem Rezept entstammen wohl eher einer pr-Schmiede als dem Fachmann und den Rezepten fehlt jegliche Information zur Temperaturführung. Andererseits  ist die Fotografie wirklich gut und sind viele Rezepte tatsächlich sehr spannend und kreativ. Lektüre für den Fortgeschrittenen also, der davon nimmt, was er braucht.
GrillZeit 3/2013

Schwarzbrot vom Ofner*****

Back-Stage. Dieser großformatige Band ist der zweite, den der steirische Backexperte  Christian Ofner unter dem Motto „Backen wie der Profi“ auf den Markt gebracht hat und für unsere Bibliothek auch deshalb interessant ist, weil sich die Rezepte allesamt für die Zubereitung in einem ordentlichen Gasgriller eignen, manche sogar für den Kugelgrill.
Wirklich kompetent und detailliert führt Ofner in dem 144 Seiten starken Hardcover durch die Geheimnisse der Backstube und ermöglicht auch dem Laien, durch seine präzisen Angaben und Tipps zu erstaunlichen Erfolgen weit jenseits der Backmischung zu kommen.
GrillZeit 3/2013

grill genuss*****

Augenweide. Eine virtuelle Reise durch das Grilljahr im Querformat. So lautet die Kurzbeschreibung dieses von Manuela Rüther sehr schön fotografierten, gekonnt gestalteten Grillbuches des Autors Matthias Mangold. Ein Augenschmaus mit Könner-Bonus, wie schon der Informationsgehalt und die Auswahl der Rezepte zeigen. Diese sind dazu sehr übersichtlich in Stufen ge- gliedert und leiten den Leser detailliert durch alle Phasen des Grillens, wodurch auch Einsteiger hier nur sehr wenig falsch machen können. Aber auch alte Grillhasen werden sich über so kompetente Inspiration freuen, die um € 20,– zu erwerben ist.
GrillZeit 3/2013


Winter Grillen****

Saisonier. Tom Heinzle, der Meister des Grills aus dem schönen Ländle, macht sich mit diesem neuen Buch als Saisonexpander verdient. Denn die winterlichen Rezepte, die er dafür gesammelt und kreiert hat, machen Appetit darauf, den Schnee vom Grillgerät zu kehren und es ihm nachzutun. Sehr hübsch fotografiert, inhaltlich eher knapp formuliert, aber mit allen notwendigen Informationen ausgestattet richten sich die winterlich  inspirierten Rezepte allerdings eher an den Könner als an den blutigen Laien.  Erhältlich ist der 164 Seiten starke Hardcover um knapp € 20,– bei Amazon  und im Buchhandel.
GrillZeit 3/2013

Helden am Feuer***

Privatvergnügen. Dieses Buch ist fast schon familiär – und sehr speziell. Die Freunde Peter und Marion Kastner sowie Daniel und Stefanie Reichl haben es nämlich nicht nur selbst geschrieben, selbst fotografiert und offensichtlich auch selbst verlegt und vertrieben. Auch die Rezepte sind nicht von der Stange, sondern eine bayerisch-amerikanische Mischung der herzhaften Art – vom Wammerl im Dutchoven bis zum Trappereintopf vom Bison. Diesen Einblick in ihre Außenküche  gewähren uns die Autoren um € 19,90, erhältlich sind die  142 Seiten im Softcover direkt unter hallo@heldenamfeuer.de.

Wild auf Feuer****

Waidmanns Grill. Auch wenn der Titel bei manchen pyromanische Hintergünde vermuten lässt, geht es in dem neuen, 124 Seiten schlanken Hardcover aus dem Kosmos-Verlag einzig und allein um die Zubereitung von Wildbret auf dem Rost. Besonders Jäger und deren Nutznießer werden die anschauliche Zerlegungs-Kunde im hinteren Teil zu schätzen wissen, die Rezepte sind übersichtlich nach den Wildarten strukturiert und zudem noch nach Zubereitungsdauer gekennzeichnet. Auch fehlen in den Rezepten keine wichtigen Details wie Temperaturverlauf und Grillmethode. Ganz offensichtlich sind die Redakteure von „Wild & Hund“, aus deren Feder dieser empfehlenswerte Titel stammt, gestandene Feuerköche.
GrillZeit 3/2013


Männer Grillbuch**

Schwachmacho. Mit dem Untertitel „Männer sind die besten Griller“ biedert sich dieses recht simpel gestaltete 224-Seiten-Buch im A5-Format ungeniert an die Hauptzielgruppe an. Dann erinnert kein einziger Satz mehr an die versprochene Geschlechtertrennung, eher erinnert der Inhalt des gepolsterten Hardcovers an die Rezepte etwas altbackener deutscher Frauenzeitschriften. Wie ebendort fehlen auch hier jegliche Angaben zu Grill- und Kerntemperaturen, die Herkunft der Sammlung ist offenbar ebenso unterschiedlich wie die Rezeptqualität. Fotografie und Druck sind ebenfalls recht bescheiden, allerdings ist dies auch der Preis von knapp  € 7,–.
GrillZeit 3/2013


Grillen wie die Weltmeister***

Internet auf Papier. Die beängstigend umfangreiche und heterogene Webplattform „Grillsportverein.de“ ist un-übersehbar der Absender des zweiten Bandes von „Grillen  wie die Weltmeister“, für den der Initiator Rudolf Jäger offensichtlich wieder versucht hat, die Spreu der Informationsflut vom Weizen des Wesentlichen zu trennen. Wie bei der Website selbst sind auch hier das Layout und die Fotoqualität zweitrangig, Inhalt und Struktur etwas chaotisch, aber durch- aus interessant. Die Rezepte stammen offensichtlich von den Mitgliedern, ebenso die Fotos – meist in Handy-Qualität. Dazwischen ein paar Inserate. Der Preis des 226 Seiten dicken Web-Handouts ist mit knapp € 10,– allerdings sehr moderat.
GrillZeit 3/2013


Grillen! ****

Du grillst es doch auch... Gerade einmal 17 mal 17 Zentimeter im Quadrat misst das dafür immerhin 220 Seiten dicke Softcover (um € 16,90) aus dem Stiftung  Warentest-Verlag mit dem schlichten Titel „Grillen!“. Gut illustriert, flott und plakativ, aber inhaltlich ein wenig platt werden offensichtlich eher blutige Anfänger als Fortgeschrittene angesprochen. Und die nicht wirklich nachvollziehbare Struktur des Inhalts ist auch eher was fürs Durchblättern als für die gezielte Informationssuche. Neben etwas schulmeisterlichen Tipps der deutschen Weltmeister in Sachen Umwelt, Keimzahlen oder Herkunft kommen aber immer wieder sehr brauchbare Inhalte zum Vorschein, die zeigen, dass dieses Buch von echten Grill-Fachleuten verfasst wurde. Das gilt auch für die sehr schlüssigen Rezepte mit detaillierten Angaben zu Gardauer, Temperaturen und Kerntemperaturen.
GrillZeit 3/2013


Natürlich Fleisch

Reanimation. Dieses Buch ist ein Paradebeispiel dafür, wie Verlage aus der schlichten Neuauflage eines bestehenden Titels durch optische Aufbereitung des Covers den Eindruck einer Neuerscheinung kreieren. Erst im Oktober 2011 wurde „Ginger Pig“ mit dem dezenten Untertitel „Natürlich Fleisch“ vom Dumont Verlag auf den Markt gebracht und prompt von uns rezensiert (nachzulesen in der GrillZeit 1/2012). Und im April 2013 erschien nämliches Buch jetzt als „Natürlich Fleisch“ in gänzlich anderer Cover-Aufmachung im gleichen Verlag. Mit keiner Sterbenssilbe im Beschreibungstext bei Amazon natürlich, dass es sich hier lediglich um einen neuen Einband für den in jedem Detail zu 100% gleichen Inhalt handelt. Deswegen gibt es von uns für dieses an sich nach wie vor gute Buch aufgrund des überentwickelten Geschäftssinns der Verleger diesmal keine Bewertung.
GrillZeit 2/2013

Home made Sommer *****

Ferienküche. Nur geschätzte 12,7 Prozent dieses Buches haben irgendwie mit dem Grillen zu tun. Aber auch der Rest ist einfach sommerlich, appetitlich sowie ausgezeichnet fotografiert – und vor allem sehr inspirierend für uns Freiluftköche. Ungewöhnlich, aber sympathisch ist schon der persönliche Stil der Autorin sowie die Reihenfolge der Rezepte. Ivette van Bouven startet nämlich mit Frühstück, dann Kuchen, macht Buttermilch, dann wieder Snacks, grillt endlich usw. Die Angaben in den originellen Rezepten der Holländerin mit Wohnsitz in Südfrankreich sind sehr detailliert, meist auch präzise. Und sie klingen wirklich sehr nach Praxis.
GrillZeit 2/2013

Grillspaß mit dem Thermomix **

Ohne Mix is nix. Nicht dass wir einen Thermomix unser Eigen nennen. Uns hat einfach interessiert, was um immerhin € 9,90 an Grill-relevanter Information geboten wird. Und um es kurz zu machen: recht wenig. Nämlich gerade einmal 36 Seitchen im A5-Format, die ausschließlich Rezepte enthalten. Logischerweise total auf das genannte Gerät abgestimmt, also sehr Marinaden-, Saucen- und Dressing-lastig. Und nicht besonders inspiriert. Zu empfehlen also nur für Inhaber des Thermomix, die ihre Gebrauchsanweisung damit erweitern wollen.
GrillZeit 2/2013

Grillen für...****

Gender Grilling. „Grillen für echte Kerle & richtige Mädchen“. So nennen Stefan Wiertz und Anja Sommerfeld ihren 2 x 63 Seiten schmalen Band, der auch tatsächlich zwei geschlechtsspezifisch total verschiedene Einstiege und Inhalte bietet. Durchgängig bemühen sich Text und Grafik mit etwas aufgesetzter Lockerheit um geschlechtsspezifischen Witz, was den tatsächlichen Informationsgehalt oft lautstark überdeckt. Aber das ist vielleicht gar nicht so falsch, denn neben brauchbaren und sogar interessanten Ansätzen blüht dort in einigen Rezepten auch mancher grilltechnischer Unsinn. Andererseits gibt es in dem mit € 15,50 sehr bezahlbaren Hardcover tatsächlich auch eine Reihe wirklich sehr, sehr origineller Ideen, die alleine die Investition in diese Neuerscheinung wert sind.
GrillZeit 2/2013

Fleisch einkochen

Carnivor. Gar nichts mit Grillen, aber viel mit der optimalen Verwertung bzw. Haltbarmachung von Fleisch hat das Praxisbuch „Fleisch einkochen“ um  € 20,- von Gerd Wolfgang Sievers zu tun, das heuer im Leopold Stocker Verlag erschienen ist. In Retro-Aufmachung der frühen 80er, aber prallvoll gefüllt mit sehr zeitgemäßen und informativen Inhalten über Methoden, Geräte und Rezepte. Die dann so sehr ins Detail gehen, dass sie nicht nur für ambitionierte Amateure, sondern auch für gewerbliche Nutzer und Selbstvermarkter einen sehr brauchbaren Leitfaden abgeben. Das Spektrum der streichfähigen Resultate reicht dabei vom Grammelschmalz über Rillons und Rillettes, Confits, Wildpasteten, Wurst im Glas und Sulze.
GrillZeit 1/2013

Grillen Argentinisch

Archaisch. „Die sieben Feuer Patagoniens“ lautet der Untertitel dieses mit rund 280 Seiten stärksten Bandes unserer Vorstellungsrunde, und tatsächlich beschäftigt sich darin Autor Francis Mallmann – Starkoch und Besitzer dreier gerühmter Restaurants – mit den archaischen Freuden des Feuers. Von „Asado“ bis „Churrasco“, von den Öfen der Inka bis zum Garen in heißer Asche reichen die Techniken, die uns Mallmann gemeinsam mit seiner spanisch-italienisch inspirierten Grillküche vorstellt. Mal im Reportagestil, mal in jenem eines Haubenkochs. Immer aber sehr detailliert und nachvollziehbar. Viel Inspiration  um € 30,–.
GrillZeit 1/2013

Mekong Food

Jenseits von China. Eher aus der Garküche, aber auch vom Grill stammen die zahlreichen authentischen Rezepte  von den Gestaden des 5.000 km langen Mekong-Flusses in diesem prächtigen Bildband, der neben diesen und viel Fernweh auch sehr genaue Angaben und Anleitungen zur Reproduktion der Mekong-Küchen liefert. Samt detailreicher und informativer Darstellung der einzelnen Hintergründe, Zutaten und notwendigen Gerätschaften. Dieses Kompendium des Wiener Foodfotografen und -autors Michael Langoth gehört inhaltlich und fotografisch zum Besten, was es zu diesem Thema gibt und ist eigentlich unverzichtbar für ambitionierte Fans der fernöstlichen Kulinarik. Mit knapp € 40,– ist man dabei.
GrillZeit 1/2013

Weber‘s Burger und Weber‘s Seafood

Spezialisten-Lektüre. Die beliebte, gelbrückige Softcover-Serie, die der amerikanische Autor Jamie Purviance für Weber schreibt und die deutschsprachig vom GU-Verlag produziert wird, hat wieder Nachwuchs bekommen. „Weber´s Burger“ und „Weber´s Seafood“ sind sogar speziell für den deutschsprachigen Raum aufgelegt worden, da diese Themen dort einen speziellen Stellenwert haben. Wobei hier mit dem Titel „Seafood“ nicht etwa nur Schalentiere und Muscheln gemeint sind, sondern natürlich auch Fisch. Und das mit gewohnter Präzision bei den Rezepten, guten Tipps und gelungener Fotografie.

Das gilt ebenso für „Weber´s Burger“, deren Spektrum von klassischem Beef bis zu Patty aus Schwarzen Bohnen reicht. Sehr gelungen und mit € 14,90 unbedingt empfehlenswert.
GrillZeit 1/2013


Smoker Praxis

Raucherzone. Dieses 160 Seiten-Hardcover im Überformat ist eine dringend anzuratende Lektüre für all jene, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Smoker anzuschaffen. Denn lediglich übersichtliche 32 Seiten davon haben Rezepte zum Inhalt – wobei die Smoker-Klassiker von Ribs bis Pulled Pork natürlich gut vertreten sind – der Rest beschäftigt sich detailgenau beschrieben und anschaulich illustriert mit den unterschiedlichen Smoker-Typen von „Halfbarrel“ bis „Chuckwagon“ sowie deren Betrieb, Wartung und Pflege. Aus diesem Grund ist das Buch der Autoren Ted Aschenbrandt und Mike Ruckschatt mit rund € 30,– Investition eigentlich auch als hochwertige Betriebsanleitung für Inhaber eines Smokers anzuraten.
GrillZeit 1/2013

Grillen mit Adi und Adi

Doppeladi. Dem regelmäßigen Leser der GrillZeit sind wohl beide Adis ein Begriff. Denn jeder von ihnen taucht ob seiner Grillkompetenz immer wieder als Ratgeber und Rezeptspender in unserem Magazin auf. Wenn Grillweltmeister Adi Matzek und Haubenkoch Adi Bittermann also jetzt gemeinsam ein Werk auf den florierenden Büchermarkt werfen, ist einiges zu erwarten. Und tatsächlich besticht der 212 Seiten starke Hardcover um faire € 20,– durch eine besonders gute Warenkunde über Steaks sowie viel Know-how und persönliche Perspektiven. Sowie mit handfesten und detaillierten Rezepten, die sich vom einschlägigen Einerlei erfrischend abheben. Appetitlich auch die Grill-Fotografie von Herbert Lehmann.
GrillZeit 1/2013

Schwein gehabt****

Ganz und gar allein dem Schwein widmet der Wahlösterreicher Gerd Wolfgang Sievers sein 240 Seiten schweres Kompendium „Saugut!“, dessen Rezept-Bandbreite von der deutschen Heimat des Autors bis in die Pannonische Tiefebene und von Kanada bis Nippon reicht. Wer den Verfasser etlicher prämierter Kochbücher kennt, weiß, dass er jedes einzelne seiner Rezepte am eigenen Leib ausprobiert und weiterentwickelt hat. Und so ist es nicht nur die schiere Informations-Fülle, die uns an diesem Buch aus dem Pichler-Verlag gefällt, sondern auch die unaufgeblähte Präzision der Angaben sowie das Inspirations-Potential für die Gestaltung des Speiseplanes, das man um rund € 25,– erhält.
GrillZeit 3/2012

Go West***

Der „Dutch Oven“ ist ein schwerer Gusskessel, für dessen besondere Gartechnik im Cowboy-Style die glühende Holzkohle auch auf den Deckel geschlichtet wird. Dieses sehr spezielle Schmoren mit Ober- und Unterhitze ist also auch das Kernthema des gleichnamigen Buches, das  jetzt um € 17,– in den Handel kam und für Besitzer dieses Kochgerätes eine Pflichtlektüre darstellen dürfte, aber auch andere auf die Idee bringen könnte, sich derlei zuzulegen. Denn selbst wenn Abbildungen, Aufmachung und so manche Zutat des Softcovers nicht gerade aus dem Olymp der kulinarischen Publikationen stammen, kann man sich dem Zauber der Lagerfeuer-Eintopf-Romantik nicht entziehen.
GrillZeit 3/2012

Wintersport***

Das 128 Seiten starke Hardcover „Wintergrillen“ von Dr. Oetker geht weniger auf die technischen Aspekte dieses Themas ein, sondern sieht die Sache eher von der kulinarischen Seite. Rezepte wie „Schweinskotelett mit karamellisiertem Kraut“, „Antipasti vom Wintergemüse“ oder „Grünkohl-Kohlwurst-Fackeln“ sind jahreszeitlich passend gewählt und gut strukturiert sowie recht ansehnlich fotografiert. Lediglich zu wichtigen grilltechnischen Details, wie etwa der Temperaturführung, gibt es hier keine Informationen, wodurch sich der mit € 12,– recht günstige Band eher als Ideen-Spender für versierte GrillerInnen eignet.
GrillZeit 3/2012

Für Bonapartisten****

„Meister am Grill“ nennt sich das neue Buch, das unter dem Label „Napoleon“ rechtzeitig vor Weihnachten auf den Markt kommt. Darin spendieren vier der prominentesten Feuerköche der Fangemeinde des kanadischen Grillherstellers ihre ganz speziellen Tipps und Rezepte: Rudolf Jaeger, Adi Matzek, Ted Reader und Andreas Rummel. Wobei grilltechnisch natürlich auch auf spezielle Features der Napoleon-Geräte eingegangen wird. So etwa auf die „Sizzle Zone“, die besonders gut zum „Branding“ geeignet ist. Gut gefallen hat uns hier auch, dass Temperatur, Grillmethode und Grilldauer sehr übersichtlich angegeben sind und die Rezepte allesamt aus der Praxis der Meistergriller stammen, denen man so gut über die Schulter sehen kann. Erhältlich ist das 180-Seiten-Hardcover um rund € 20,– im Buchhandel.
GrillZeit 3/2012

Heimarbeit****

„Indoors – it’s the new outdoors!“ formuliert der BBQ-Guru Steven Raichlen das Motto seines neuesten 400 Seiten starken Softcover-Bandes, der seit Anfang November um knapp € 22,– erhältlich ist. Mit 270 Rezepten und vor allem sehr vielen Tipps geht er mit gewohnter Akribie auf das Thema ein, das von der Grillpfanne bis zum offenen Kamin, vom Kontaktgrill bis zum Mini-Grill reicht.  Allerdings erschließen sich all diese wirklich sehr brauchbaren Informationen nur jenem, der des Englischen halbwegs mächtig ist, denn diesen neuen Raichlen gibt es leider noch nicht auf Deutsch. Was ihm in unserer Bewertung ungerechterweise den fünften Stern gekostet hat.
GrillZeit 3/2012

Leser-Reise****

 Das neueste Kochbuch von Jamie Oliver entpuppt sich bei näherem Hinsehen als PR-Gag des National Geographic Verlages, der die internationale Rezept-Sammlung des Autors David Loftus „In 80 Gerichten um die Welt“ lediglich mit einem Vorwort und ein paar Rezepten des britischen Koch-Stars ausstatten ließ, diesen jedoch wie einen Co-Autor am Cover trägt. Trotzdem besticht der 286 Seiten starke, gebundene Schmöker im Nahezu-A4-Format durch die Vielfalt und Qualität der Rezepte, welche allerdings meist eine gewisse Küchen-Erfahrung voraussetzen. Und da sich die Kapitel nach Reisedestinationen bzw. Köchen aneinanderreihen, werden Hilfesuchende mit konkreten Interessen vielleicht die Struktur vermissen. Dafür aber ist das um rund € 30,– erhältliche Hardcover eine echte Empfehlung zum Schmökern.
GrillZeit 3/2012

Durch und durch****

 Als „Kochbuch für Männer“ positioniert Dr. Oetker den Titel „Well done“ um knapp € 20,– im weihnachtlichen Büchermarkt. Entsprechend sparen die Autoren auch nicht mit maskulin besetzten Termini wie „Ölwechsel“, „Abreibung“, „anmachen“ etc. Im Grunde handelt es sich aber lediglich um eine sehr gut fotografierte und sorgfältige Sammlung von populären Rezepten, die sich sowohl für den Grill wie auch die Pfanne eignen. Die Angaben sind übersichtlich und auch Temperaturdetails fehlen nicht – wollen jedoch mit Vorsicht genossen sein. Denn: Ein Rinderkotelett etwa nach dem Anbraten eine Viertelstunde bei 200 Grad im Ofen zu rösten, macht das Fleisch nicht nur „well done“, sondern eher mausetot. Also empfehlen sich auch hier im Gebrauch der gesunde Menschenverstand sowie ein Stichthermometer.
GrillZeit 3/2012

Selbstversorger ****

Im Dumont-Verlag erscheint die ins Deutsche übersetzte Serie „Gartenküche“ der Gebrüder Strawbridge, in der kürzlich mit den Titeln „Eier und Geflügel“ sowie „Räuchern und Pökeln“ zwei neue Bände erschienen sind. Das Besondere an Ersterem ist die Tatsache, dass hier nicht nur die Zubereitung, sondern auch die Aufzucht, Haltung, Fütterung und Schlachtung im Fokus stehen. Sehr englisch halt, da die Brüder in Cornwall leben, aber dennoch detailliert und informativ. Bis hin zu anschaulichen Fotos zum Thema Rupfen etc. – also vielleicht nichts für zart Besaitete, aber sehr nützlich für Federvieh-Selbstversorger.
Die 176 Seiten des Bandes „Räuchern und Pökeln“ sind etwa zur Hälfte den Prozessen und den dazu passenden Rezepten gewidmet. Sehr verständlich und gut strukturiert werden hier auch Neulinge in die Materie eingeführt. Die Angaben sind genau und vollständig – bis hin zu den Temperaturen und Rezept-Ingredienzen. Natürlich wiederum sehr britisch, aber wirklich gut. Und mit € 14,90 für jeden dieser hübsch gebundenen Informanten ist das Preis-Leistungsverhältnis schwer in Ordnung.
GrillZeit 3/2012


Werksgriller****

„Der Outdoorchef“ ist ein fachlich wirklich fundiertes Hardcover, das der Schweizer Metzger und Grillmeister Ueli Bernhold – Kennern der Szene bekannt als „Grill-Ueli“ – nicht nur, aber vor allem den Eignern des gleichnamigen Grillgerätes gewidmet hat. Ist man nämlich über den knapp gehaltenen Geräte-Teil hinaus, begegnet einem die typische Outdoorchef-Technologie auch bei jedem der zahlreichen und durchwegs interessanten Rezepte als einzige, wenn auch detaillierte grilltechnische Information. Fazit: Ein Muss für Outdoorchef-Liebhaber, ein Kann für sonstige
Grillfans – mit ausreichender technischer Phantasie.
GrillZeit 2/2012

Neuestes Testament****

Dieses Buch ist die sehr gut ins Deutsche übersetzte Ausgabe eines US-Bestsellers von Cheryl und Bill Jameson. Und diese Räucher-Bibel kommt tatsächlich gänzlich gut ohne Bilder aus. Denn über 300 BBQ-Rezepte aus allen Teilen der USA entschädigen vollkommen für dieses Defizit. Besonders dann, wenn man es eher auf Informationen als auf Zerstreuung abgesehen hat. Natürlich würde man sich die eine oder andere Visualisierung wünschen, tröstet sich aber damit, dass auf diese Weise mehr Rezepte auf den 430 Seiten Platz hatten. Kostenpunkt: knapp € 30,–.
GrillZeit 2/2012

Nahosteria****

 „Nenis Feuerküche“ nennt sich das erste Grillbuch der Erfolgsgastronomin und Kochbuchautorin Haya Molcho, das letztendlich dann doch wieder eher ein Kochbuch geworden ist. Denn zum einen sind die Sachinformationen zum Thema Kerntemperatur bei Fleisch etwa Unfug, zum anderen sind die meisten Grillrezepte in diesem 194 Seiten dicken Softcover doch eher dem Ofen als dem Rost entstiegen – und gegenüber Eintöpfen, Salaten, Aufläufen, Desserts und viel Persönlichem doch deutlich in der Minderzahl. Trotzdem ist dieses Buch eine echte Empfehlung, denn die stark orientalisch beeinflusste Küche von Haya alias Neni ist wirklich inspirierend, enorm appetitanregend und sympathisch. Und Peter Mayrs Fotografie kongenial gut. Da schmerzen die € 29,95 gleich weniger.
GrillZeit 2/2012

Hauptsache viel***

 „Grillen ... und der Sommer wird heiߓ verspricht ein Titel, der uns beim Lebensmitteldiskonter Hofer über den Weg gelaufen ist und dessen Covergestaltung uns sehr an das Signet des AMA GrillClubs erinnert hat. Auch bei der Gestaltung der 240 Seiten im Inneren haben die Layouter offensichtlich die eine oder andere Idee „aufgegriffen“. Bei den, kunterbunt ungeordneten, über 100 Rezepten fällt auf, dass sie offensichtlich – zumindest teilweise – aus einem normalen Kochbuch umgeschrieben wurden, deshalb wurde wohl auch auf Detailinformationen zur Temperaturführung weitestgehend verzichtet. Trotzdem aber erhält man hier letztlich viel Buch für knapp € 5,–.
GrillZeit 2/2012

French Connection****

Dem sehr umfassenden Buchtitel „BBQ & Grill“ wird der im Christian Verlag erschienene 254-Seiten Band des französischen Kochs Stephane Reynaud nun wirklich nicht gerecht und auch der magere Geräteteil glänzt nicht durch Wissenstiefe. Die zahlreichen Rezepte danach aber sind so inspirierend und originell, dass man die grilltechnischen Defizite, die dabei manchmal zutage treten, gerne verzeiht – ebenso den nicht gerade günstigen Preis von rund € 30,–. Die Fotografie ist ebenfalls einfach erstklassig, wenn auch nicht direkt aus dem Grill-Leben gegriffen. Fazit: Ein frankophiler Ideenspender aus der Küchenchef-Ecke für fortgeschrittene Grillfans.
GrillZeit 2/2012

Klein, aber fein***

Dr. Oetkers 64 Seiten schmales Heftchen „Lust aufs Grillen“ um € 12,– kommt in einer dicken Schachtel mit einer praktischen Marinadenflasche an Bord, die allerdings noch praktischer wäre, wenn die Öffnung ein wenig kleiner geraten wäre. Das Druckwerk selbst besteht aus einer kleinen Sammlung von Rezepten, deren Illustrationen recht schön fotografiert sind. Alles in allem eine hübsche Sache, die sich auch gut zum Verschenken eignet.
GrillZeit 2/2012

Behälter***

Ein weiteres so billiges wie originelles Parragon-Produkt ist der ebenso um € 4,99 wohlfeile „Grillmeister“ mit dem verräterischen Untertitel „Meine besten Rezepte“. Auf 96 Seiten findet der Leser nämlich vorerst nur – Platz! Inhalt also erst dann, wenn er diesen hineingeschrieben hat. Dafür sind die einzelnen zu befüllenden Kapitel von „Fleisch“ bis „Dips“ sauber mit einer gestanzten Registratur voneinander getrennt, auch die Struktur der Rezepte selbst ist vorgegeben. Und last but not least lässt sich auch das Cover mit dem eigenen Foto des Grillmeisters personalisieren. Eine nette Geschenkidee also für Menschen mit leserlicher Handschrift.
GrillZeit 2/2012

Ideenpool****

Zum Diskontpreis von € 4,99 ist das gepolsterte Hardcover „Grillen“ des Parragon-Verlags sogar mit einem hübschen Schleifchen ausgestattet, mit dem sich das 225 Seiten starke Büchlein verschließen lässt. Die nur bis Seite 17 reichende Intro samt Gerätekunde ist inhaltlich besser zu vergessen, dafür sind die vielen folgenden Rezepte kurz, bündig, plausibel und bergen so manche überraschend originelle Idee. Die an sich gute Food-Fotografie leidet unter der mäßigen Druckqualität, unter dem Strich bleibt jedoch ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
GrillZeit 2/2012


Eigenbau****

Eine Schürze ist hier als Zugabe um die € 17,95 auch noch beigepackt, dabei hätte es das gar nicht gebraucht. Denn das 160 Seiten starke Buch „100% Wurst“ von Wilhelm Blatzheim ist auch so eine Empfehlung für all jene, die es wirklich wissen wollen – nämlich wie man Wurst in der eigenen Küche fabriziert. Auch wenn die Rezepte (wie der Autor) naturgemäß aus Deutschland stammen und der Schwerpunkt vorsichtshalber bei Blut- und Leberwürsten sowie Sulzen und Pasteten liegt. Immerhin können unsere Nachbarn wirklich gut wursten und es sind sogar einige Grillwurst-Rezepte an Bord.
GrillZeit 1/2012

Very British***

„Ginger Pig“ mit dem Untertitel „Natürlich Fleisch“ ist halb Kochbuch und halb die dunkelgrüne Autobiographie eines Öko-Kochs – und dabei durch und durch britisch. Das gilt sowohl für die meisten Rezepte (die englische Küche ist manchmal besser als ihr Ruf!), als auch für die sonstigen Informationen über Lebensmittel und deren Herkunft, die leider rein gar nichts mit unseren Produktions- und Marktrealitäten zu tun haben. Auch wenn das 336 Seiten starke Werk im Alternativ-Stil (um € 29,90) an sich recht sympathisch daherkommt, profitieren davon wohl eher anglophile Sozialforscher als wir für unsere tägliche Grill- und Kochpraxis.
GrillZeit 1/2012

Neues Testament****

„Weber’s Grillen – Rezepte für jeden Tag“: Wie schon die „Grill Bibel“ des Autors Jamie Purviance beginnt auch dieser Band bei den Grundlagen des Grillens, geht aber weniger in die Details der Zubereitungstechniken und ist mehr ein klassisch (und gut) bebildertes Kochbuch modernen Zuschnitts. Trotzdem bietet das über 300 Seiten starke Softcover um gerade einmal € 19,90 immer noch weit mehr an präziser Information als die meisten anderen Neuerscheinungen auf diesem Sektor. Und liefert zu Bekanntem und Bewährtem auch noch eine Reihe neuer Rezepte des Grill-Gurus.
GrillZeit 1/2012

Gemüsement****

„Weber’s Veggie“ ist speziell für jene Grillfans gedacht, für die Gemüse nicht nur Beilage, sondern – zumindest dann und wann – Hauptdarsteller am Teller ist. Fleischverweigerer werden also ihre helle Freude haben. Für unsereiner ist dieser Band jedoch ein bisschen weit weg von der praktizierten Grillerei und ein wenig zu sehr um Komplexität und Originalität bemüht, wie im Übrigen die meiste vegetarische Kochliteratur. Was natürlich an der gänzlichen Abwesenheit von Fleisch, Fisch und Geflügel liegt, die am Grill mit gutem Grund eine noch größere Rolle als in der Küche spielen. 144 Seiten, ebenfalls um € 15,50.
GrillZeit 1/2012

Meerwert****

Der Begriff „Seafood“ umfasst bei Jamie Purviance sämtliche Wasserbewohner – von den Flossenträgern bis zu den Kopffüßlern und Molusken. Allesamt landen hier sehr gekonnt auf dem Rost, was bei Fisch ja leider nicht selbstverständlich ist. Ein guter Grund, sich diese Spezial-Lektüre mit 144 Seiten im Softcover um € 15,50 zuzulegen, ist also bereits das spezifische Know-how für die Fisch-Grillerei, ein weiterer sind die auch hier wieder sehr detailliert und verständlich aufbereiteten Rezepte. Von denen es bei diesem umfangreichen Thema ruhig noch mehr sein könnten – aber so bleibt immerhin noch Raum für einen Teil 2.
GrillZeit 1/2012

Raucherzone*****

„Weber’s Räuchern“ ist ein Hardcover mit 160 informativen Seiten, die sich schwerpunktmäßig mit dem Räuchern in ganz normalen Holzkohle- bzw. Gasgrillern (natürlich jenen mit Deckel) beschäftigen. Und zwar detailliert und sehr kompetent samt umfangreichem Rezept-Teil, der wie gewohnt nicht nur präzise alle relevanten Informationen, sondern auch einfach nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitungen enthält. Um € 17,50 ist dieses neue Werk von Purviance ein Muss für jede ordentliche Grill-Bibliothek.
GrillZeit 1/2012

Hello Wien*****

Von Haubenkoch Adi Bittermann und Renate Wagner-Wittula stammt das neu erschienene Kochbuch „Wiener Küche“. Beileibe nicht das erste seiner Art, aber ganz bestimmt eines der besten. Die 300 Rezepte auf 415 Seiten ergeben einen sehr umfassenden Überblick über die Standards dieses Metiers, liefern aber auch wienerische Raritäten wie „Einbrennte Hund“ und „B’soffener Kapuziner“ sowie modernere Küchen-Geheimnisse wie „Nierencocktail“ oder „in Speck gebratene Grießnockerl“. Alle sind ausgesprochen übersichtlich und gut strukturiert, keine wichtige Info fehlt. Und bei allen Rezepten hat man das gute Gefühl, dass die Autoren sehr gut wissen, wovon sie schreiben.
GrillZeit 3/2011

Fleischig***

Im GU-Verlag erschienen ist diesen Herbst ein weiteres Buch mit dem Titel „Fleisch“, das mit dem Untertitel „Ein wertvolles Lebensmittel bewusst genießen“ einen sehr sympathischen Ansatz hat und etwa zu einem Drittel aus Warenkunde sowie zu zwei Dritteln aus passenden Rezepten besteht. Das von vier Autoren verfasste Hardcover (im Einband mit grober Textilstruktur) ist inhaltlich nicht allzu umfassend, gibt aber dennoch einige ganz gute Einblicke in die Kriterien, die gutes Fleisch ausmachen. Sein deutscher Ursprung ist aber nicht nur vielen Rezepten anzumerken, sondern auch der Einteilung und Bezeichnung der Teilstücke, die sich nur wenig mit österreichischen Usancen decken. Die € 40,– dafür sind also für Ösis nicht eben ein Schnäppchen.
GrillZeit 3/2011

Freiluft-Nachwuchs****

Wer seinen Kindern ein Stück Naturverbundenheit unter den Christbaum legen will, sollte beizeiten die sehr ansprechend gestalteten „Wiesentricks“ auf gleichnamiger Website (www.wiesentricks.at) um € 29,50 ordern. Der heuer erschienene Band 1 dieser großformatigen Kinderbuch-Serie trägt huckepack auch eine Dose mit echten Krebs-’eiern, die unter fachmännischer Anleitung zum Leben erweckt werden können. Oder aber man baut Hubschrauber aus Ahornsamen, lernt Steine auf dem Wasser laufen zu lassen und so weiter. Dinge eben, die selbst der beste Vater vielleicht längst verschwitzt oder sogar nie gekannt hat.
GrillZeit 3/2011

Rural Power*****

Rudolf und Karl Obauer aus Werfen zählen zu den allerbesten Haubenträgern des Landes. Trotzdem ist ihr neues Buch „Vom Kochen auf dem Lande“ erfrischenderweise auch für Küchen-Normalos nachvollziehbar und in Sachen Rohstoff sehr geerdet. Denn ein guter Teil der ansprechenden Rezepte basiert auf regionalen Lebensmitteln und Traditionen aus der Salzburger Umgebung der Obauers, dazu kombinieren die kongenialen Brüder völlig unverkrampft Internationales und Modernes. Die Rezepte sind detailreich und präzise in Schritten dargestellt, bis hin zu genauen Temperatur- und Zeitangaben. Die Fotografie ist realistisch, wenn auch nicht umwerfend (so wie der Cover auch). Alles in allem aber eine tolle Geschenkidee für Liebhaber der österreichischen Küche.
GrillZeit 3/2011

Was zur Hölle ist ... Grillen*

nennt sich ein 56-seitiges Heftchen aus dem Books on Demand- Verlag, welches das A5-Format nur geringfügig überschreitet. „On demand“ sind unserer Meinung nach auch die positiven Rezensionen auf Amazon, denn die Broschüre kommt hinter dem verheißungsvollen Cover völlig ohne Illustrationen aus und ist lediglich ein billig gedrucktes Sammelsurium von Infos rund ums Grillen, die offensichtlich recht unterschiedlichen Quellen entlehnt sind. Inklusive unlustiger „Grillerwitze“ und zehn lieblosen Rezepten. Natürlich ohne genauere Temperatur- oder Zeitangaben. Dafür knapp € 13,– zu verlangen ist ein starkes Stück.
GrillZeit 3/2011

Englisch-Unterricht****

Der Ruf der britischen Küche ist ja nicht eben der beste – jener des englischen TV-Kochstars Jamie Oliver dafür umso besser. Und dieser bricht mit seinem neuesten Buch „Zu Gast bei Jamie“ eine Lanze für die vielgeschmähte Kulinarik des Königreichs. Oft auch am Grill – beispielsweise mit „Lammkeule vom Grill mit pochiertem Hummer“ und ähnlich verblüffenden Kombinationen. Nicht alles ist für den kontinentalen Gaumen geschaffen, aber in jedem Fall originell und geeignet, die Inselküche zu rehabilitieren. Ein interessanter, durchaus empfehlenswerter Neuzugang für die schon recht umfangreiche Jamie Oliver-Bibliothek, erhältlich um € 25,70.
GrillZeit 3/2011

Mir Wurst****

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei – und der Autoren sogar drei: nämlich Andrea Knura, Wolfgang Wernert und last but not least Johannes Rottensteiner, der federführend 91 gewerbliche Fleischerbetriebe und neun Köche ins Boot dieses Buchprojekts des Agrarverlages holte. Die im Herbst neu erschienene „Wurschtkuchl“ ist eine sehr komplette und zutiefst österreichische Bestandsaufnahme des Themas geworden und somit auch für ambitionerte Freunde der Wurstgrillage eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Zum einen, weil man hier virtuell sämtliche Bundesländer bereisen und deren Wurstspezialitäten kennenlernen kann, zum anderen weil das Großformat auf über 270 Seiten viele Anregungen und Informationen enthält. Zu beziehen ist der Wurst-Schmöker im Buchhandel bzw. unter www.genuss-magazin.eu um € 29,90.
GrillZeit 3/2011

Anregend****

Die Haubenköche Toni Mörwald und Jörg Wörther teilen ihre Grill-Leidenschaft mit Renate Wagner – und in der Folge jetzt alle drei gemeinsam uns schriftlich mit. In dem brandneuen, um rund € 25,– erhältlichen Titel „Austro Grill“ aus dem Löwenzahn-Verlag geht es auf dem Großteil der rund 290 Seiten um Rezeptideen – und das ist gut so. Denn die Stärke dieses Buches liegt eindeutig nicht in Details der Zubereitung wie Gardauer, Temperatur etc., derlei wird offensichtlich hier meist vorausgesetzt, und auch nicht unbedingt immer in der Fotografie. Sie liegt vielmehr in den oft wirklich kreativen Ansätzen, die sehr erfolgversprechend klingen – etwa die Kombination von Jakobsmuscheln mit Debreziner, Blunzn-Erdäpfel-Burger, gefülltes Ziegenkitz oder Briochetoast mit frischen Erdbeeren.
GrillZeit 2/2011

Weltmeister-Ezzes***

„Thomas Brinkmann & The BBQ-Scouts“ nennt sich ein Grillteam aus Deutschland, das 2008 einen Weltmeistertitel errang und diesen nun mit dem Buchtitel „Sehr gut grillen“ vermarktet, der heuer (für € 19,90) im Verlag der Stiftung Warentest erschienen ist. Da der Inhalt bei Adam und Eva beginnt und mit echter Sachkenntnis auch auf die kleinsten Details eingeht, eignet sich das 140-seitige Buch v. a. sehr gut für Einsteiger, hat aber selbst für ausgewiesene Kenner der Materie sicher noch den einen oder anderen Aha-Effekt parat. Besonders die Tipps, die nahezu jedes Rezept ergänzen, sind meist wirklich wertvoll und geben einiges vom Know-how des Teams weiter.
GrillZeit 2/2011

Vakuum-Basics****

Passende Literatur zu unserem Sous-vide-Schwerpunkt ab Seite 22 gibt es eine ganze Menge. Das „Sous-vide Grundkochbuch“ als Gemeinschaftswerk einer ganzen Reihe von Spitzenköchen und Experten ist eines der praxisgerechtesten. Und mit € 19,99 sehr leistbar. Wer also weit diesseits des Grillens ein wenig in der Technologie des präzisen Niedertemperaturgarens im Vakuum herumschmökern möchte, ist mit diesem Buch als Einstiegsdroge sehr gut bedient. Es bietet neben den wichtigsten Informationen zur passenden Technik – wie Vakuumierer und Temperiergerät – auch eine ganze Reihe erprobter Rezepte, die vielfach auch am Grill finalisiert werden können.
GrillZeit 2/2011

Hardcore****

Ein schweres Kaliber ist das Buch „Sous-vide“ vom Küchentüftler Heiko Antoniewicz sowohl in physikalischer Hinsicht (330 kartongebundene Seiten nahezu A4), als auch inhaltlich wie tariflich. Denn mit € 69,– zählt dieses Werk zu den teuren Food-Bibeln, was unseren Anspruch natürlich entsprechend hinaufschraubt. Und tatsächlich sind die Tabellen und Grundlagen auf den ersten 30 Seiten von jener Informationsqualität, die wir uns erhofft haben, und werden in Kopie als Tapete unsere Sous-vide-Ecke in der Redaktion zieren. Der Rest des Folianten jedoch besteht ausschließlich aus Rezepten des ambitionierten Kochs, die schon sehr an dem Selbstverständnis deutscher Haubengastronomie mit dreistelligen Menüpreisen orientiert sind. So muss man sich die Rosinen für die eigene Praxis aus den komplexen Gebrauchsanweisungen für professionelles Küchenpersonal herauspicken – wiewohl davon genügend in diesem großen Kuchen zu finden sind.
GrillZeit 2/2011

Ideen-Album****

„Grill & Barbecue“ mit dem Untertitel „100 heiße Rezepte für Gemüse, Fisch und Fleisch“ haben wir für € 19,95 bei Amazon erstanden – und das ist das Softcover im Hochformat allemal wert, schon alleine der hervorragenden und modernen Fotografie wegen. Der Autor Jean Francois Mallet ist nämlich gelernter Koch, aber gleichzeitig praktizierender Food-Fotograf und Food-Stylist. Und natürlich auch Autor einer ganzen Reihe von stylischen Kochbüchern. Jetzt ist einfach der Vollständigkeit halber das Grillen dran, könnte man meinen. Doch die Rezepte dieses Buches (und nur aus solchen besteht es) offenbaren neben Küchen- auch viel Grillkompetenz. Was bei ähnlichen Unternehmungen auch schon gründlich schief gegangen ist. Eine gewisse nonchalante Unschärfe bei den Angaben zur Zubereitung nimmt man der Originalität der Rezepte wegen gerne in Kauf, die ohnehin eher fortgeschrittene Grillfans ansprechen dürften. Dafür sind sie kurz und bündig, ohne überflüssigen Ballast.
GrillZeit 2/2011

„Weber‘s Grillbibel“****

„Weber‘s Grillbibel“ von Jamie Purviance war nicht nur für uns die vielleicht wichtigste Neuerscheinung des Vorjahres, mit zwei neuen, halb so dicken Ablegern des 320 Seiten-Schmökers will der Grillguru aus den USA jetzt an diesen Erfolg anschließen. „Weber‘s Steak“ und „Weber‘s Chicken“ stehen denn auch qualitativ völlig außer Streit, sind mit ihrer thematischen Fokussierung aber doch vor allem etwas für die jeweiligen Heavy User der behandelten Lebensmittel am Rost. Dafür aber natürlich übersichtlicher und wirklich sehr, sehr komplett.
GrillZeit 1/2011

Einkaufs-Stiftung***

Die deutsche Ernährungswissenschafterin Dagmar von Cramm ist Autorin des bei Stiftung Warentest um rund € 20,– erhältlichen Fachbuchs „Von Markt & Metzger“, das versucht, sich sowohl akademisch wie auch sinnlich dem Thema Essen zu nähern. Ein Spagat, der hier offensichtlich nicht sehr gelungen ist, denn der reichlich genussfeindlichen Einleitung sowie überholten Ernährungsdogmen folgen eher saftlose Rezepte, die großteils nach Diätküche klingen – und auf den mittelprächtigen Fotos auch so aussehen. Das ist sicher auch den Kalorienangaben geschuldet, die jedes Rezept begleiten und tatsächlich meist sehr diszipliniert angelegt sind.
GrillZeit 1/2011

Billig*

Nicht einmal € 10,– kostet „Das ultimative Grillbuch“ vom selbsternannten „GrillKönig“, das gewogene 957 Gramm dicht bedrucktes Papier auf die Waage bringt – und schon bei den Grill-Basics vor Fehlinformationen wie Flachheiten nur so strotzt. Die offensichtlich aus unterschiedlichen Quellen zusammengestoppelten Rezepte sind demnach qualitativ sehr unterschiedlich, aber nie wirklich herausragend und oft grilltechnisch einfach grundfalsch. Statt genauer Informationen zu Grillmethoden und Temperaturverlauf gibt es bei Intros und Überleitungstexten überflüssige Banal-Stilblüten. Fotografie, Layout und Druck bewegen sich auf dem Kochbuch-Niveau der späten Siebziger.
GrillZeit 1/2011

Einkaufs-Liste****

Einkaufs-Liste. Ebenfalls von der Stiftung Warentest verlegt wurde der Titel „Koch Werkstatt“ des deutschen TV-Duos Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, der auf 480 Seiten (um knapp € 25,–) 1.000 Tipps und Tricks zu Küchentechnik und Handwerkszeug gibt. Von A wie Abtropfsieb bis Z wie Zitronenkegel reicht das Spektrum der einzelnen Geräte-Beschreibungen, die nicht nur unerfahrenen Hausstands-Gründern bei der Erstellung ellenlanger Hochzeitslisten helfen könnten, sondern auch Fortgeschrittenen Inspirationen für den nächsten Einkauf liefern sollten. Garniert ist dieses enzyklopädische Küchenwerk etwas unsystematisch mit Rezepten, die sich bei genauerem Hinsehen aber als durchaus interessant entpuppen.
GrillZeit 1/2011

Wer hat‘s erfunden?****

Ulrich Bernold, in der Grillszene kurz „Grill-Ueli“ genannt, ist Schweizer BBQ-Champion, Fernseh-Grilleur beim SF und auch in Österreich kein Unbekannter. Mit seinem neuen, schön illustrierten Buch, das ganz im Zeichen seines Spitznamens steht und auch sonst natürlich auf die Produkte und Methoden des diplomierten Metzgermeisters zugeschnitten ist, gibt er einen interessanten Einblick in jene Grillgeheimnisse, die ihm bereits etliche internationale Meisterschaftspreise und seinen guten Ruf eingebracht haben. Die Angaben sind daher bündig, jedoch kompetent und präzise, setzen aber schon etwas Fingerspitzengefühl und kulinarische Vorkenntnisse voraus. Sowie ein Budget von 50 Schweizer Franken, die das Buch in Uelis Internetshop www.grillueli-shop.ch kostet.
GrillZeit 1/2011

Gender Food II****

Der Oetker-Titel „Das schmeckt Mann“ richtet sich ja an sich nicht notwendigerweise ausschließlich an die maskuline Bevölkerungshälfte, inhaltlich ist das rund 130 Seiten umfassende Hardcover aber dann doch als Männer-Kochbuch angelegt. Also wird hier nichts dem Zufall überlassen und über jedes Detail in knapper Sprache informiert. Zubereitungszeit, Garzeit, Temperatur und Prozedur werden im Stile eines Tagesbefehls übermittelt, was sich letztendlich als platzsparend und ziemlich deppensicher erweist. Die Fotografie ist ausgesprochen gut und wirkt im Kontrast zum Text fast schon romantisch. Auch für dieses Hardcover sind knapp € 20,– mehr als fair, in Lightversion als Taschenbuch ist es sogar schon um € 10,– zu haben.
GrillZeit 1/2011

Selbst ist der Rauch ****

Auf den ersten 60 seiner 126 relativ kleinformatigen Seiten erzählt uns das Softcover „Selbst Räuchern“ von Maria Sartor sehr übersichtlich von den Grundlagen des Räucherns und liefert ausgesprochen brauchbare Tipps mit professionellem Hintergrund. Dann kommt der Rezeptteil: Die Fotos haben nicht immer etwas mit den Rezepten zu tun, die auch sonst nicht zu den Stärken des Büchleins zählen. Mit einem Preis von rund € 15,– ist aber auch das halbe Buch durchaus eine lohnende Investition für ambitionierte Räucherfans.
GrillZeit 1/2011

Gender Food I*****

Ein Australier namens Pete Evans beschert uns den 260 Seiten-Schmöker „Mann am Herd“ in gebundener Ausgabe, der im Original „My Grill“ heißt, was die Sache viel eher trifft. Denn die meisten Rezepte sind sowohl für draußen als auch drinnen geeignet, der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig outdoor. Dieses Grill- und Kochbuch für echte Kerle wird aber auch mehrheitlich der interessierten Damenwelt gefallen, denn die vielen Rezepte sind ausgesprochen originell, ausreichend detailliert beschrieben und vor allem spricht aus ihnen die Praxis des Vielgrillers. Die Fotos wirken ebenfalls authentisch und ausgesprochen appetitanregend. Für knapp € 20,– also ein echtes Schnäppchen.
GrillZeit 1/2011

Smoking****

„Das große Smoker Buch“ von Karsten Aschenbrandt und Rudolf Jäger ist eine willkommene Lektüre für all jene, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Smoker anzuschaffen, um echtes Barbecue betreiben zu können – in der Regel also für Fortgeschrittene des Grill-Metiers mit dem entsprechenden Platz im Garten oder auf der Terrasse. Zumindest die ersten 40 Seiten des insgesamt 160 Seiten starken Hardcovers beschäftigen sich mit den Grundlagen und Gerätetypen des BBQ und sind eine echte Entscheidungshilfe für Greenhorns. Der Rest des Buches ist Rezepten und Zubereitungstipps gewidmet, deren Praxisrelevanz über die oft recht hemdsärmeligen Fotos hinwegtröstet. Alles in allem steht hier die Information im Vordergrund und weniger der Augenschmaus. Der Preis des Großformates ist mit rund € 30,– durchaus gerechtfertigt. 
GrillZeit 1/2011

Meating Point ****

Die Gebrüder Otto sind Eingeweihten als Versandhändler von Fleischspezialitäten ein Begriff. Unter der Webadresse otto-gourmet.de kann sich auch der Österreicher um saftige Tarife ebenso saftige Steaks vom Wagyu-Rind oder Wollschwein online ordern. Dass die Ottos mit Gutes Fleisch ein Fachbuch für Carnivore auf den Markt gebracht haben, ist thematisch wie kaufmännisch naheliegend. So stimmt der Inhalt des 312-seitigen Schmökers wenig zufällig sehr mit dem Sortiment der Onlinehändler überein, bringt dem Interessierten jedoch in diesen Dingen eine erfreuliche Informationstiefe, locker durchwachsen mit entsprechenden Rezepten. Weitgehend ausgeblendet bleibt dafür allerdings die Normalwelt des Supermarktregals. Die Fotografie des Bandes ist – je nach Quelle – gut bis sehr gut, der Preis (mit € 69,–) in der Nähe von Kobe-Beef.
GrillZeit 1/2010

Natur-Catering *****

Recht Lagerfeuer-romantisch geht Susanne Fischer-Rizzi in Wilde Küche – das große Buch vom Kochen am offenen Feuer – das Thema der Freiluftküche an. Doch Gedichten über das Feuer und allgemeinen Betrachtungen folgen sehr faktische und überaus brauchbare Tipps zum Umgang mit dem Feuer, sehr interessante, originelle und mitunter regelrecht ausgefallene Rezepte und gute Ideen für ein Catering durch Mutter Natur. Sehr sinnvoll ist daher auch die Strukturierung der Rezepte nach Jahreszeiten, die in Wald und Flur ja noch viel unmittelbarer den Speiseplan bestimmen als im Verbrauchermarkt. Mit € 24,– ist dieser 216 Seite starke und mit authentischem Fotomaterial garnierte Ausflug ins Grüne wohlfeil.
GrillZeit 1/2010


Freundschaftsdienst ****

Grillen wie ein Gourmet nennt Kurt Mann seine 68-seitige Fibel, die sich durch ganz besondere Praxisnähe auszeichnet. Denn der passionierte Hobbygriller stellt darin sein ganz persönliches Grillequipment vor und gibt seine Erfahrungen mit diesem Gerät dem Leser 1:1 weiter. Auch die Fotos des Rezeptteils sind bewusst keine Studioaufnahmen, sondern wurden direkt im Grillalltag produziert. Die Gerichte sind Tipps von Grillfreund zu Grillfreund sozusagen, dafür zu 100% vom Autor selbst zubereitet und anschließend auch selbst verzehrt. Erhältlich ist dieser Freundschaftsdienst bei Amazon um € 14,99.
GrillZeit 1/2010

Maskulinarisch ***

Als „Grillbuch für Männer“ bezeichnet Ross Dobson sein neues, 224 Seiten starkes Epos Fired up. Warum er das tut, haben wir nicht wirklich verstanden, denn die Rezepte nach der gottlob kurzen Einführung sind in keiner Weise geschlechtsspezifisch. Nur etwas oberflächlich und wenig präzise – man kann sich dazu seinen Teil denken. Dafür sticht aus dieser zusammengetragenen Sammlung internationaler Grillrezepte die eine oder andere gute Grillidee hervor. Die Fotos sind eigentlich sehr gut, deren Druck allerdings nicht so sehr. Alles in allem: Um € 19,90 nicht teuer, aber auch kein Muss.
GrillZeit 1/2010


Neues Grill-Testament *****

Mit seiner Grill Bibel hat Griller-Marktführer Weber tatsächlich ein Buch auf den Markt gebracht, das eine gewisse Andacht verdient. Denn die 320 durch ein Farbleitsystem strukturierten Seiten sind prall mit tollen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und warenkundlichen Informationen gefüllt. Am Ende gibt es noch einen umfangreichen Praxisteil und dazwischen immer wieder spezielle Tipps & Tricks und sogar ganze, themenbezogene Praxis-Kapitel. Dass die Gerichte und Fotografien teilweise „Made in USA“ sind, stört dabei gar nicht, der Rezeptteil erhält dadurch eine internationale Note. Dieses mit E 24,90 sehr preiswerte Buch ist nicht nur den Besitzern von Weber-Grills wärmstens zu empfehlen, es hätte sich eigentlich sogar einen sechsten Stern verdient.
GrillZeit 1/2010


Meisterprüfung *****

Definitiv kein Kochbuch, sondern „ein Nachschlagewerk für Grillbegeisterte“ ist laut Autor Adi Matzek sein neues Buch Grillgenuss, das seit kurzem um € 19,90 im Handel ist. Eher persönlich ist denn auch der Einstieg des Grill-Doppelweltmeisters aus dem Waldviertel und er macht aus seinen Vorlieben in Sachen Gerätschaft ebenfalls keinen Hehl. Im praktischen Teil gibt er einiges von jenem Knowhow preis, das er auch in seiner gut gebuchten Grillschule vermittelt. Und zwar so detailreich und ausführlich, dass selbst Einsteiger mit den Informationen gut klarkommen. Gut gefallen haben uns auch Insiderinfos wie sein „Salztest“ und die Praxisnähe der Rezepte, die haarklein Zubereitungsart, Temperatur und Grilldauer beschreiben.
GrillZeit 1/2010

Diskont ***

Als Schnäppchen um € 4,99 ist das A5-Format Grillen mit 256 Seiten (!) aus der Reihe mit Eckart Witzigmann bei Amazon erhältlich. Positiv zu sehen ist neben der Fülle des Gebotenen auch der Ansatz der Schritt für Schritt-Anleitungen. Nicht so toll finden wir deren fotografische Umsetzung sowie das Layout, das recht antiquiert rüberkommt. Und grilltechnisch ist das Buch auch keine Offenbarung, denn es finden sich keinerlei Informationen zu Gerät und Temperatur. Auch können wir die Empfehlungen des oftmaligen Wendens so gar nicht nachvollziehen.Wer sich aber ohnehin auskennt und nur auf der Suche nach neuen Rezepten ist, wird hier sicher fündig.   
GrillZeit 1/2010

Strandküche *****

Strandküche – die Originalrezepte der legendären Sansibar – ist kein Grillbuch, aber doch. Denn die Rezepte von Herbert Seckler aus Deutschlands berühmtester Strandbude auf Sylt sind ganz klar auf Essen unter freiem Himmel programmiert. Und sie sind für Fachleute geschrieben, was allerdings auch seine Tücken hat. Wenn man hier nämlich Fleisch in einer feuerfesten Form „unter den Grill“ legt, ist damit das Gastro-Gerät Salamander gemeint – in der Regel ein Infrarotgrill von oben. Umdenken tut also not, wird jedoch kulinarisch Talentierten nicht schwer fallen, die auch Begriffe wie „reduzieren“, „köcheln“ etc. unschwer verstehen. Also nichts für Einsteiger, aber schwer zu empfehlen für Fortgeschrittene, weil hier um € 24,99 (Amazon) geballter Knowhow-Transfer für die Freunde der norddeutschen Beach-Küche stattfindet.
GrillZeit 1/2010


Taschenspieler ****

Sehr originell in Machart und Format eines fashionablen Hardcover-Taschenkalenders (samt Gummiband um wohlfeile € 10,30!) passt das aus dem Amerikanischen übersetzte „Little Black Book vom Barbecue“ von Mike Henneberry in jedes Jackett, verzichtet aber trotzdem nicht auf einige sehr umfangreiche und mitunter recht langatmige Einleitungskapitel. Wer die Geduld aufbringt, diese zur Gänze zu konsumieren, wird mit Erkenntnissen über den American Way of BBQ belohnt. Dem folgen durchaus kompetente Betrachtungen über die relevante Biologie, sowie übers Garen, übers Gerät usw. Und wenn wir dann auf Seite 60 zu den Rezepten gelangen, lesen wir einmal 20 nicht ganz so überzeugende Seiten über Saucen und Gewürzmischungen, bevor wir zum ersten ordentlichen Stück Fleisch kommen. Ordentlich sind dann auch die Rezepte, angenehm einfach, manchmal vielleicht etwas Convenience-orientiert – damit aber wieder praxisnah.
Alles in allem beinhaltet dieses Kompaktat erstaunlich viel von Vielem. Das gelingt auch deshalb, weil man hier gänzlich auf die (platzintensive) Fotografie verzichtet hat und stattdessen die satzbedingten Leerstellen mit hübschen kleinen Grafiken füllt.
GrillZeit 3/2009

Gemischte Gefühle ****

Menschen mit grilltechnischem Urteilsvermögen ist das (rund € 15,–) preiswerte Softcover „Grillen – Techniken, Tipps und Rezepte“ vom deutschen Profi-Grillmeister Sven Dörge durchaus zu empfehlen. Sehr eigentlich, denn neben Dingen, die unsereiner besser so nicht machen würde wollen, gibt es auf den 130 nahezu quadratischen Seiten einige wirklich gute Tipps, Tricks und Rezeptanregungen zu entdecken. Positiv fallen auch die mehrheitlich präzisen Angaben bei der Zubereitung auf, die sowohl dem Brennmaterial, als auch der Gar- und nötigenfalls sogar der Kerntemperatur gewidmet sind.
GrillZeit 3/2009

Simplizissimus **

Ein allzu dünnes Brett sägt Altmeister Antonio Carluccio mit seinem neuen Titel „italienisch einfach kochen“. Denn auch, wenn die Zielgruppe hier eindeutig Kocheinsteiger sein dürften, kann man es mit der Einfachheit auch übertreiben. Dementsprechend dürftig ist hier der Erkenntnisgewinn des italophilen Suchenden, lediglich die Fotos entschädigen einigermaßen für dieses Übermaß an Banalität, dessen Preis von etwa € 34,– deutlich wertiger anmutet als der Inhalt.
GrillZeit 3/2009

Heimvorteil *****

Der österreichische Haubenkoch Heino Huber liefert mit „Feuer und Flamme“ einerseits einen Beweis für seine Grillpassion, zum anderen aber auch einen wirklich empfehlenswerten Ideenpool für fortgeschrittene Grillfreunde und solche, die dies werden wollen. Für Anfänger ist dieses Buch weniger geeignet, da es grilltechnisch zwar bei Adam und Eva beginnt, bei den an sich angenehm schlichten Rezepten selbst aber wenig auf Temperaturen, Gardauer usw. eingeht. Dafür aber für Wissende immer wieder detailliert auf die wesentlichen Knackpunkte der Gerichte und Methoden. Und auch die Auswahl der Rezepte ist so kompetent wie erfreulich, die Fotos sind eher realistisch als inszeniert. Also mehrheitlich nichts für Freunde der Hochglanz-Foodfotografie, sondern eher für Praktiker mit Sinn für die Schönheit der Reportage. Zu vielen Gerichten gibt es zudem Weintipps österreichischer Provenienz. Alles in allem ist diese Neuerscheinung also eine echte Bereicherung jeder Grill-Bibliothek und mit rund € 25,– (Amazon) ein Geschenktipp mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis
GrillZeit 3/2009

Gesetzgebung *****

Kabelkunden und Satschüssel-Inhaber kennen Christian Rach als strengen Restaurantprüfer mit Hauben-Hintergrund. Mit seinem neuen „Kochgesetzbuch“ nützt Rach seine telegen erworbene Popularität für eine Art Grundkurs, der zwar beim kleinen Einmaleins des Kochens beginnt, aber nicht davor zurückschreckt, dabei auch gleich tief in die Profi-Trickkiste zu greifen. Deshalb haben auch Fortgeschrittene von Anbeginn an etwas von der Sache. Denn statt grauer Theorie ist bald das Praktikum angesagt und die wirklich kompetenten Tipps werden immer mit dem passenden Gericht serviert. Erfrischend unorthodox und kreativ mischt Rach dabei in seinen Rezepten kunterbunt die Küchen und Gewürze dieser Welt und hat dabei sympathischerweise eher das geschmackliche Optimum als den reinen Sensationseffekt im Sinn. Ergänzt wird dieser erfreuliche Exkurs durch eine sehr ansprechende und moderne Foodfotografie und ist die Investition von rund € 34,– allemal wert.
GrillZeit 3/2009

Cowgirl **

Das schmale Büchlein „Texas-BBQ“ mit dem Untertitel „Grillen wie die Rancher und Cowboys“ von Ute Tietje bietet für etwa € 13,50 drucktechnische und gestalterische Bescheidenheit im A5-Format. Papier, Schrift und Fotografie (ausschließlich SW!) erinnern an die Westernhefte vergangener Tage. Die Rezepte selbst bieten zwar eine interessante Rundreise durch den amerikanischen Bundesstaat Texas, verzichten jedoch meist auf wichtige Details. Dafür wird ausgerechnet bei der sensiblen Rinderlende empfohlen, das Steak beim Grillen mehrmals zu wenden – ein Vorgang, der bekanntlich zu den schlimmsten Anfängerfehlern zählt. Dafür erfährt man einiges über texanische Tanzschritte und Gesellschaftsspiele.
GrillZeit 3/2009

Club Med *****

Sehr hochwertig in der Aufmachung und von Sabrina Scicchiato ausgesprochen gut fotografiert ist Dario Spagnuolos „Barbecue – 100 mediterrane Köstlichkeiten vom Grill“. Die Rezepte tendieren etwas zum Spektakel, sind ausgesprochen kreativ und erfordern mitunter etwas Mut. Dafür kann man aber mit „Gegrillten Calamari auf karamellisierten Erdbeeren“ und „Riesengarnelen auf Auberginenkaviar“ dann mächtig angeben. Umso mehr, als die Zubereitungen der Gerichte meist ausgesprochen einfach sind und auch gut erklärt werden – wenn auch etwas knapp, was eher dem Fortgeschrittenen behagen wird. Alles in allem um ca. € 20,– ein echter Geschenktipp für die Komplettierung der Grill-Bibliothek.
GrillZeit 3/2009

Rinderüberraschung ****

Rinderüberraschung
In streichelweichen Kuhflecken-Plüsch gebunden ist der 300 Seiten mächtige und prächtige Band „Rind & Co. – Alles rund ums Rindfleisch“ von G.W. Sievers, das um ca. € 40,– viel Inhalt und dessen solide Illustration bietet. Nicht gerade den angekündigten allerdings, denn dem Warenkunde-Teil sind nur wenige Seiten am Schluss gewidmet. Dafür entschädigen aber viele und gute Rezepten zum Thema, in die auch immer echtes Fachwissen einfließt. So meint denn auch der Autor selbst im Vorwort zum Anhang: „Dies ist ein Kochbuch, kein Lehrbuch“. Dem ist nichts hinzuzufügen.
GrillZeit 3/2009



Sonnenwonnen ****

Auch Mario Gamba, der Autor des vorliegenden Großformats „Die neue Cucina del Sole“ (€ 39,60) schöpft seine Bekanntheit teilweise aus teutonischer TV-Präsenz. Aber auch sein Restaurant „Acquarello“ in München gilt unter Kennern als einer der besten Italiener nördlich der Alpen. Was dieses Kochbuch von vielen anderen aus den Federn der Topgastronomie unterscheidet, ist zum einen der erfreuliche Anteil an Grillgerichten, zum anderen aber auch die ebenso erfreuliche Präzision, mit der die einzelnen Schritte der Gestehung des schick angerichteten Italofoods beschrieben werden. So sind auch eher komplexere Rezepturen immer reproduzierbar und wem die vielen kulinarischen Randerscheinungen zu aufwendig sind, der lässt sie einfach weg.
GrillZeit 3/2009

Schulerfolg *****

 Wer beim Grillen Lust aufs Kochen bekommen hat und es wirklich immer ganz genau wissen möchte, der wird „Die große Schule des Kochens” von Anne Willian hoch schätzen. Dieses ungemein detailreiche, komplette und reich bebilderte Nachschlagewerk der Kochkunst aus der ehrwürdigen „Ecole de Cuisine La Varenne“ in Paris in seiner (guten) deutschen Übersetzung stellt alle anderen populären Schritt-für-Schritt-Kompendien, die wir kennen, diesbezüglich weit in den Schatten. Denn hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem lexikalischen Wissen, und die immer wieder eingestreuten Rezepte dienen mehr dessen praktischer Anwendung als dem Versuch, auch noch ein Kochbuch zu sein. Wer diese 526 Seiten im A4-Format intus hat, weist tatsächlich kulinarische Bildung auf. Wer nicht, kann wenigstens von Fall zu Fall darin nachblättern. Knapp € 30,– für diesen Band sind also fast schon ein Schnäppchen.
GrillZeit 3/2009

Weinbegleitung *****

„weinkaufen im Supermarkt“ im handlichen Taschenformat wurde 2009 zum „Begleitbuch zur Krise“ (Profil) gekürt. Dieser Einkaufs-Guide von Wein- und Gastrojournalist Alexander Jakabb und Weinbauberater Dipl.-Ing. Konrad Hackl bietet auch für die kommende Saison Rat und Orientierung am Weinregal. Also die Empfehlungen der besten Weine im Sortiment – keiner von ihnen teurer als 10 Euro – übersichtlich nach Supermarktketten gelistet, mit noch umfassenderem Wein-ABC, kulinarischen Begleit-Tipps und Herkunftsangaben. Neu im Guide sind eigene Kapitel für Bio-Weine, Süßweine und Schaumweine. Mehr als 50 Weine werden im Winter 2010 übrigens mit der besten Bewertung von drei Flaschen ausgezeichnet. Ab Dezember 2009 um € 6,90 im Buchhandel oder online unter www.weinkaufen.at
GrillZeit 3/2009

Wissen tragbar *****

„Cogito... das Quizbuch“ ist ein sehr unterhaltsames Wissensspiel im Buchformat. Auf 344 Seiten finden sich 1.000 Fragen aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten von A wie Architektur über B wie Biologie und G wie Geografie bis Z wie in Medizin, die der Reihe nach (oder auch wahllos) abgefragt werden können. Stufenweise erfolgt dann bei jeder einzelnen Frage die Auflösung – je früher man die richtige Antwort errät (oder gar weiß), desto höher ist die Punktezahl fürs Spielerkonto. Das fordert nicht nur Wissen und Schnelligkeit der Teilnehmer heraus, sondern lässt sich auch mit beliebig großen Gruppen problemlos spielen. Sinnvoller Nebeneffekt dieses sehr gut recherchierten Kurzweil-Buches ist die unvermeidliche Wissenserweiterung der Beteiligten.
GrillZeit 3/2009

Eigenlob stinkt

Deswegen werden wir jetzt nicht über die speziellen schreiberischen Qualitäten unseres pyrophilen Kolumnisten Alfred Koholek plaudern, sondern uns darauf beschränken, dessen neuestes Buch „Wos i imma sog...“ vorzustellen, das auf 131 Seiten eine Sammlung von Anekdoten und Schwänke aus seinem virtuellen Leben bringt. Im unverwechselbaren Koholek-Stil versteht sich. Erhältlich ist diese von Willy Zwerger herausgegebene XL-Packung Koholek (mit Illustrationen von Wolfgang Hoffelner) im handverlesenen Buchhandel oder unter www.koholek.at um € 9,90.
GrillZeit 3/2009

Für Bibelfeste *****

Nichts für den blutigen Anfänger, dafür umso unverzichtbarer für den Fortgeschrittenen am Rost, ist „The Barbecue Bible“ des BBQ-Gurus Steven Raichlen, deren 500 (!) Grillrezepte aus aller Welt dem Titel zum Trotz in deutscher Sprache verfasst sind. Wie wir?s von Herrn Raichlen gewohnt sind, ist jede der 560 Seiten (um ausgesprochen faire € 19,–) sehr kompetent, die meisten der Rezepte sind auch noch ausführlich Schritt für Schritt beschrieben. Der Informationsfülle zum Opfer fiel natürlich die Fotografie, die hier deutlich sporadischer zum Einsatz kommt als sonst. Ein Buch also für den Macher und weniger für den Grillvoyeur.
GrillZeit 02/2009

Allerlei ****

Von der Einladungsliste über die Deko bis zur Wahl des richtigen Grillgerätes reicht der Themenspagat, mit dem das schon etwas länger am Markt befindliche quadratische Paperback „Grillen / eating outdoor“ versucht, so ziemlich jeden Aspekt einer wirklich gelungenen Grillparty abzudecken. Entsprechend wenig Raum und Tiefe bleibt da für die einzelnen Kapitel dieser Intro. Der Rezeptteil selbst ist recht kunterbunt gelayoutet, mit vielen hübschen Aufnahmen und ebenso vielen hübschen Ideen gespickt. Wer nicht auf fachliche Detailinformationen angewiesen ist, findet in diesem Buch einen attraktiven Freizeitgestalter zum Blättern, der die eine oder andere Inspiration hinterlässt. Für die Umsetzung ist allerdings eigenes Know-how gefragt.
GrillZeit 2/2009

Frankogrill ****

Kein Grill-Buch im engeren Sinne ist „Die Küche der Provence“ von Gui Gedda und Marie-Pierre Moine, das jüngst im DK Verlag erschienen ist und bei Amazon um ca. € 23,– zu erstehen ist. Au?er einem feschen Leinenrücken und schönen, stimmungsvollen Aufnahmen bietet dieses frankophile Kochbuch auf über 350 Seiten aber u. a. auch einige interessante Grillgerichte – und sehr viel mediterranes Lebensgefühl. Zwar fehlen meist genaue Angaben zu den Garzeiten und Temperaturen, der Geübte kann mit dem Gebotenen jedoch eine Menge anfangen.
GrillZeit 2/2009

Weniger wäre mehr *

 Eine unüberprüfte Sammlung von Rezepten ohne jeglichen Plausibilitätsanspruch bringt uns das knapp 130 Seiten schmale und dafür mit € 14,90 eher teure Büchlein mit dem Titel „mehr als Grillen“ von Renate Kissel, das im Umschau-Verlag herausgegeben wurde. Die Autorin, die von Mexiko bis Soja und von Vollwert bis zur Mikrowelle offensichtlich kein Thema auslässt (alleine bei Amazon ist sie mit 38 Titeln vertreten) zeigt uns mit abenteuerlichen Angaben zur Grilldauer verschiedener Produkte, dass sie das Beschriebene wohl niemals selbst gegrillt haben dürfte. Oder zumindest nicht verkostet. Hanebüchen auch die wohlmeinenden Tipps am Rande, ansehnlich jedoch die Fotografie.
GrillZeit 2/2009

Schmalspur-Heldenepos **

Gar nicht so schlecht im Aufbau der Einleitung, aber mit großteils sehr bescheidenen Fotos versehen ist die € 19,90 teure, 121 Seiten schmale Neuerscheinung „Helden am Grill“. Ein Buchtitel, dessen tieferen Sinn wir übrigens vergebens zu ergründen versuchten. Denn es handelt sich um eine schlichte Sammlung von insgesamt 80 Rezepten, die sich nicht mit Details zur Zubereitung aufhalten. Und wenn doch, mitunter auf recht drollige Art. So wird empfohlen, vorgekochte und marinierte Spareribs 20 Minuten bei halsbrecherischen 230 Grad zu grillen (von indirekt ist keine Rede!) mit der Forderung „es darf sich kein dunkler Karamell bilden“. Kein Problem, oder?
GrillZeit 1/2009

Scharfe Sache *****

Für das gekonnte Hantieren mit dem jeweils goldrichtigen Messer ist „Schneidetechniken der Küchenprofis“ eine sehr empfehlenswerte Lektüre zum Wissenserwerb. Diese Einstiegsdroge in die Welt des perfekten Schnittes verrät auf 224 Seiten anschaulich Schritt für Schritt und aus dem berufenen Munde von Sterneköchen, wie man es richtig macht. Von A wie Ananas bis Z wie Zackenbarsch. Viel Kompetenz um € 20,60 wie wir meinen. Warnung des Gesundheitsministers: Der Konsum dieses Buches zieht ganz unweigerlich die Anschaffung einer ebenso empfehlenswerten Messersammlung nach sich. Auch nicht falsch.
GrillZeit 1/2009

Umfassbar *****

„Richtig grillen – die besten Techniken und Rezepte“. Diesem sehr ambitionierten Titel wird der Inhalt des neuen Grillbuches aus dem DK-Verlag wirklich fast gerecht. Und das will einiges heißen. Gut fanden wir nämlich die sehr solide und detaillierte Einführung, die profunden Erklärungen und auch die meisten Rezepte, die uns dann und wann ein wenig an Steven Raichlains Klassiker erinnerten. Die Fotografie bzw. der Druck sind okay bis gut – wenn auch nicht spitze – aber in jedem Fall erfrischend praxisnahe. Alles in allem ist dieses 332 Seiten starke und mit € 25,70 wohlfeile Buch sowohl als umfassende Ausbildungsstätte für Einsteiger als auch zur Sammlungsergänzung für Rezeptfetischisten bestens geeignet bis unverzichtbar.
GrillZeit 1/2009

Sophies Welt ***

Ein Leinenrücken kann auch entzücken. Ein Gutteil des Reizes dieses Buches der erfolgreichen Kochbuchautorin Sophie Dudemaine hat mit der recht gekonnten, eher femininen Aufmachung zu tun. Ein anderer mit der Auswahl recht origineller Rezepte von „Sophies Grillfeste“. Allerdings und leider kommt die phantasievolle Dame ganz offenkundig vom Herd an den Grill. Es fehlen also – wie so oft – jegliche nähere Angaben zur Zubereitung, zu den Grillmethoden, Temperaturführungen etc. Eher ein Buch, um das Verlags-Portfolio abzurunden, wie uns scheint, denn ein Must für Grillfans. Kein Fehlkauf allerdings, denn so manche gute Rezeptidee entschädigt für Schwächen.
GrillZeit 1/2009

Kugelblitz *****

Pflichtlektüre für die (zahlreichen) Besitzer eines Kugelgrills ist das neue, 240 Seiten umfassende Softcover „Weber´s Grillen mit Holzkohle“ aus dem GU-Verlag, das viel Know-how für € 20,50 bietet. Wirklich genaue und sehr praxisnahe Anleitungen begleiten die über 100 Rezepte, die allesamt einfach nachzuvollziehen und oft mit Schritt für Schritt-Erklärungen versehen sind. Und echte Kompetenzspender für die Freunde des Grillens über der Glut sind sowohl der Technik-Teil am Anfang als auch jener der Grillpraxis am Ende des Buches, die man unbedingt konsumieren sollte, bevor man das nächste Mal grillt. Dann klappt´s auch mit dem Nachbarn.
GrillZeit 1/2009

Snack Attack ****

Mehr Reisebericht als Grillbuch. „Street food“ von Tom Kime beschreibt authentische Rezepte und ihre natürlichen Umgebungen in den Garküchen rund um den Globus. Von Mexiko bis Thailand, von Südeuropa bis in die Karibik führt diese kulinarische Reise, deren Destination nicht zwangsläufig immer der Grill ist, sondern manchmal auch der Topf, der Wok oder der Ofen. Das Interessanteste an diesem 224 kleinformatige Seiten umfassenden Buch sind zweifellos seine Qualitäten als Inspirationsquelle und Fernweh-Muse. Erhältlich um € 19,95 bei Amazon.
GrillZeit 1/2009


Try and Error ***

Recht fesch gemacht, aber mit € 9,90 nicht ganz billig, ist der in 90 A5-Seiten abgefüllte „Grillspass“, der im vergangenen Juni vom Fona-Verlag neu aufgelegt und überarbeitet wurde. Die Foto­grafie ist ansprechend, die Rezeptaus­wahl ebenfalls, doch fehlt uns letztlich die Tiefe an Information. So wird mit keinem Wort darauf eingegangen, ob die vorgestellten Gerichte direkt oder indirekt gegrillt werden sollen, die Temper­aturangaben sind vage und die Zeitangaben liegen oft sogar völlig daneben.
GrillZeit 3/2008

 

Grimms Märchen ***

Ebenfalls völlig ohne Fotografie muss das im Mai erschienene Bändchen „Vegetarisch grillen“ von Jutta Grimm auskommen, dafür gibt es als Illustration nette Cartoons von Renate Alf. Das kleine, gebundene Buch widmet die ersten 43 der nur 11x17 cm großen Seiten recht solide der Grillkunde und anderem Wissenswerten für Neu­einsteiger(innen). Dem folgen weitere 100 Seiten mit Rezepten, die allerdings nur teilweise mit dem Grillen zu tun haben, aber bei Teil- und Vollzeitvege­tarierInnen trotzdem Anklang finden werden. Mit € 9,90 (Amazon) zahlt man aber offensichtlich auch die thematische Spezialisierung mit.
GrillZeit 3/2008

 

Spieß-Bürgerlich ****

Kein eigentliches Grill-Buch, aber nichtsdestotrotz für die einschlägige Bibliothek durchaus empfehlenswert, ist das im März erschienene „Alles am Spieߓ von Wolfgang Link, das wir um günstige € 5,– erstanden haben. Und die meisten der zahlreichen Rezepte auf 84 „XXL“-Seiten (A4) haben tatsächlich auch Grill-Relevanz. Weil der Spieß an sich dort nun einmal am besten aufgehoben ist.
GrillZeit 3/2008

 

Mischtechnik ****

Wer über das Grillen schon einigermaßen Bescheid weiß und nur auf der Suche nach kulinarischer Inspiration ist, findet mit „Grillen & Picknick“ aus dem Zabert Sandmann-Verlag einen kurzweiligen Ideenlieferanten, der teilweise ordentlich, teilweise aber auch ganz hervorragend fotografierte und vor allem wirklich plausible Rezepte der unterschiedlichsten Art liefert. Nicht immer zum Thema, aber immer fundiert. Mit 128 übersichtlich gestalteten Seiten um ganze € 4,95 ist dieses Groß-Taschenbuch auch unser Preis-Leistungssieger dieser Runde.
GrillZeit 3/2008

 

Billig, entbehrlich. *

So lautet unser Kurzkommentar zu dem nicht einmal 3 Euro teuren, aber noch viel schmächtigeren 34-Seiten Heftchen namens „GrillGenuss“ von Edgar Essig. Das illustrationsfreie A5-Werk beinhaltet eine kunterbunte Sammlung teilweise recht seltsamer Rezepte in einer Aufmachung, die nie vermuten lassen würde, dass diese Broschüre erst im März 2008 (wieder?) erschienen ist.
GrillZeit 3/2008

 

Hauptsache viel **

Auf 320 recht preisgünstigen Seiten (um € 9,90 bei Amazon) brachte Dr. Oetker seinen Beitrag zum Thema mit dem Hardcover „Grillen von A–Z“ auf den Markt. In der Tradition dieser Oetkerschen Sammelwerke, die vom Backen bis zum Einkochen reichen, sind auch hier über 100 farbig illustrierte Rezepte versammelt. In der Zusammenstellung und Qualität erinnern diese aber sehr an die bemühte, jedoch nicht wirklich inspirierte Kochkompetenz deutscher Frauenmagazine der Siebziger. Wir zählten beispielsweise alleine vier Nudelsalate und das Kotelett empfiehlt man uns sogar, des öfteren am Grill zu wenden. Beides hat mit richtigem Grillen aber rein gar nix zu tun.
GrillZeit 3/2008

 

Kollektion ****

Vom Servietten-Falten über die Fußreflexzonenmassage bis hin zu unterschiedlichen Koch- und Weinbüchern reicht das umfangreiche fachliterarische Schaffen von Sylvia Winnewisser, die sich nun mit „Grillen – Neue Vielfalt vom Rost“ auch unserem Hobby widmet. Und das gar nicht einmal schlecht. Denn obwohl auch hier auf die Grilltechnik selbst kaum eingegangen wird, sind die meisten der zahlreichen Rezepte auf den rund 190 Seiten wirklich interessant und meist auch ansprechend fotografiert. Alles in allem ein wirklich inspirierendes Buch. Und dafür sind die € 9,95 (gesehen und bestellt wieder bei Amazon) ein ausgesprochen fairer Preis.
GrillZeit 3/2008

 

Schwein gehabt

Druckfrisch mit 320 Seiten und 137 erstklassig illustrierten Rezepten ist jetzt endlich wieder die „Schweinefleischküche“ der AMA mit praktischer Spiralbindung erhältlich. Diese völlig überarbeitete Neuauflage des seit geraumer Weile vergriffenen Standardwerkes für ambitionierte HobbyköchInnen bewahrt zwar weiterhin das beliebte Konzept der „Schritt für Schritt“-Anleitungen, ergänzt aber die klassischen Rezepte der österreichischen Schweinefleisch-Küche harmonisch mit zeitgemäßen Rezepturen, die zudem noch durch die Bank mit Nährwertangaben versehen sind.
Über den Weshop www.ama-marketing.at ist diese nützliche Küchenliteratur (mit hervorragender Eignung für den weihnachtlichen Gabentisch) um ganze € 7,– inkl. Versand zu beziehen.
GrillZeit 3/2008

Gemischtes Doppel ****

So erging es uns etwa mit „Grillen für Feinschmecker“ von Eric Treuillé und Birgit Erath, dessen deutsche Ausgabe 2001 im Dorling Kinsley Verlag erschienen ist und das jetzt 2008 mit neuem Einband wieder aufgelegt wurde. Am Inhalt hat sich inhaltlich nichts geändert – das heißt: Schöne Bilder von Ian O´Leary, gut erklärte Rezepte, die jedoch von unterschiedlicher Qualität sind. Dazu gibt es ein Bisschen Küchentechnik und Warenkunde. Alles in allem ein wertvolles Mitglied meiner Kochbuchgesellschaft – neuerdings als Zwilling.
GrillZeit 01/2008

Aus aller Welt ****

Besonders listig ist die neue Version von „Grillen für Genießer“ aus dem Christian Verlag, die nun „Grillen – die 70 besten internationalen Rezepte“ heißt. Denn auch wenn Titel und Cover gänzlich unterschiedlich aussehen und sogar der Verlag auf den ersten Blick ein anderer ist (was sich dann im Kleingedruckten auf Seite 144 aufklärt), ist das Ding ab Seite 3 absolut ident. Keine neuen Schriften, keine neuen Fotos, alles völlig gleich geblieben. Und natürlich sind das auch Autor und Fotograf, also Linda Tubby und Martin Brigdale, die vermutlich nur einmal an dem Buch verdient haben.

Aber: Wenn Sie sich dieses Buch aufgrund des Etikettenschwindels ein zweites Mal gekauft haben sollten, ärgern Sie sich nicht zu sehr und schenken Sie es einem Freund. Denn es ist wirklich gut. Sehr gut sogar, wenn man internationale Impulse mag. So gesehen ist der neue Titel auch viel treffender.
GrillZeit 1/2008

Rückschritt **

Fast umgekehrt verhält es sich bei dem neuen Werk des NGV-Verlages mit dem lakonischen Titel „Grillen“. Von nämlichem Verlag gab es bereits ein Buch mit nämlichem Kurz-Titel in einem ganz ähnlichen Format und ähnlichem Seitenumfang. Aber hier ist jetzt wirklich alles neu – wenn auch nicht besser. So haben uns Aufbau wie Layout beim Vorgänger besser gefallen, die Fotografie ist dort ebenfalls appetitlicher. Bei beiden fehlt den Rezepten aber die ultimative Grill-Kompetenz, Informationen zu Grillmethoden, Temperaturführung etc. sucht man dort ebenso vergebens wie in den unvermeidlichen Grillbeilagen deutscher Frauenzeitschriften.
GrillZeit 1/2008

Küchenhilfe ****

Klein im Format, dick im Umfang (rund 400 Seiten) und gut fotografiert präsentiert sich „Cook it – Grillen“ vom Dorling Kindersley Verlag. Auch die Auswahl der Rezepte ist sympathisch originell, die Anleitungen selbst sind sehr ausführlich. Lediglich die Grill-spezifische Seite der Angelegenheit kommt deutlich kürzer, was den Verdacht nahelegt, dass die sechs Autoren dieser aus dem Englischen übersetzten Rezeptsammlung eher Küchen- als Grillmeister sind.
Meist ist da auch von einer „gerillte Grillplatte“ die Rede, was unsere Vermutung nur bestätigt. Immerhin aber ist dieses Buch für versierte Grillfreunde eine echte Bereicherung als Ideenlieferant und Appetitanreger.
GrillZeit 1/2008

Entbehrlich *

Die „Junge Küche – Grillen“ aus dem Compact Verlag ist ein rund 80 Seiten starkes Büchlein im gestauchten A5-Format, dessen größter Vorzug seine Transportfähigkeit ist. Denn Aufmachung und Fotografie zählen nicht zu den Stärken dieses Hand-Taschenbuches, das versucht, sich in zeitgeistigem Stil an eine Einsteiger-Klientel zu wenden. Doch die Rezepte selbst wirken relativ willkürlich zusammengesucht, entbehren jeglicher Grill-spezifischen Information und sind mit banalen Kurzkommentaren wie „besonders gut“ oder „raffiniert“ dekoriert. Was die Erprobung der Rezepte betrifft, halten wir es für ratsam, den Hinweis im Impressum ernst zu nehmen, das da meint: „...eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden.“
GrillZeit 1/2008

Flops vom Grill ****

Kein Meister fällt vom Himmel. Dass aber auch die Großen der Kochlöffel-Branche dann und wann auf die Nase fallen können, zeigt die schadenfrohe Anekdoten-Sammlung „Kulinarische Katastrophen“ aus dem Bloomsbury Verlag, auf 250 Seiten, die den Malheurs der Haubenköche gewidmet sind. Nicht zur Nachahmung empfohlen, aber sehr vergnüglicher Lesestoff für unsereiner, der so Flops an Herd und Grill leichter erträgt.
GrillZeit 1/2008

Barbecue *****

Dieses aus dem Amerikanischen übersetzte Paperback von Steven Raichlenmit fast 500 gehaltvollen Seiten ist vielleicht das Beste, was zu diesem Thema auf dem Markt ist. Der Gegenwert für die verblüffend günstigen € 14,90 (bei „grillshop.at“ bzw. bei „amazon“) ist überdimensional, die Grundlage echte Kompetenz. Die mit wirklich realistischen Rezepten, sowie „step by step“ in anschaulichen Bildern und mit vielen Tipps dem Grill-Einsteiger, wie auch dem Fortgeschrittenen echten Support bietet.
Zwar ist das eine oder andere Rezept (nona) sehr US-amerikanisch, jedoch ist ja nicht unbedingt von Nachteil, zu wissen wie Barbecue in seiner ursprünglichen Heimat interpretiert wird. Alles in allem ein Buch, das viele Grillfans als Dauer-Lektüre begleitet.
GrillZeit 2/2007

Neues vom Grill ****

Schon ab € 2,- ist im Internet (z.B. amazon.de) ein 68seitiges Bändchen
von Kay-Henner Menge zu haben, das aus der Masse schmalbrüstiger Grillfibeln hervorsticht. „Neues vom Grill“ ist eine kunterbunte, aber recht erfrischend Sammlung von gezählten 38 Rezepten, die allesamt sowohl plausibel und appetitlich klingen, aber dennoch einen gewissen Kick des Extraordinären versprechen. Das Daumenindex-Leitsystem, das von „schnell“ bis „Knoblauch“ (?!!) reicht, ist mangels allzu großer Fülle zwar eigentlich überflüssig, aber dennoch eine nette Idee. Eine sehr gute Idee ist hingegen, die Rezepte so ausführlich und profund zu texten, dass kaum Fragen offen bleiben.
GrillZeit 2/2007

CookSmart Barbecue ****

Eine witzige Idee als Mitbringsel für Bücher-Muffel ist der „Barbecue“-Kochfächer von Lardon Media aus der „CookSmart“ Reihe. Hier ist jedes Fächerblatt Rezept und Einkaufsliste zugleich – womit immerhin 36 verschiedene Optionen von „Putenspießchen mit Rosmarin“ bis zu „Brombeer-Feigen-Toast“ geboten werden. Sinnvollerweise wird hier nicht versucht, auf naturgemäß beschränktem Areal das Grillen von A bis Z zu erläutern, stattdessen bringen die unbenannten Autoren interessante Rezepte mit einer gewissen Exotik, die auch in gut ausgestatteten Bibliotheken noch ihre Daseinsberechtigung finden. Der Straßenpreis im Internet: rund € 6,-
GrillZeit 2/2007

Food - Die ganze Welt der Lebensmittel **

Wie von Christian Teubner nicht anders gewohnt, ist die Fotografie für diesen schwergewichtigen Folianten sehr gut, der Druck recht brauchbar und das Layout wiederum ausgezeichnet.
Mit diesen visuellen Vorgaben und dem King Size-Format des Buches (nur knapp unter A3-Format bei 338 Seiten bzw. 35 mm Dicke) kann der Text, bzw. dessen Gehalt jedoch in keiner Weise mithalten.
Für knapp € 100,- ärgert sich der amazon-Kunde, nicht doch lieber im Buchhandel bestellt und gekauft zu haben, wo man die Lektüre ja wenigstens einer Stichprobe unterziehen kann. Denn die Infos sind zumeist sehr dünn, der Text versteht sich offenkundig eher als gestalterisches Beiwerk und plätschert in vielen Kapiteln sehr belanglos dahin. Wer jedoch in erster Linie ein kulinarisches Bilderbuch sucht, um über die bloße Existenz mancher Lebensmittel zu staunen, wird vielleicht auf nähere Details zu den meisten gezeigten Produkten verzichten mögen.
GrillZeit 2/2007